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Sichere Fußgängerüberwege durch einheitliche Markierungen
Lokales 24.09.2020

Sichere Fußgängerüberwege durch einheitliche Markierungen

Einheitliche Markierungen, die jeder kennt, sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Sichere Fußgängerüberwege durch einheitliche Markierungen

Einheitliche Markierungen, die jeder kennt, sollen für mehr Sicherheit sorgen.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Lokales 24.09.2020

Sichere Fußgängerüberwege durch einheitliche Markierungen

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Als schwächste Glieder im Straßenverkehr müssen Fußgänger besonders geschützt werden. Dies soll durch einheitliche Markierungen erfolgen.

Fußgänger sind im Straßenverkehr oft besonders gefährdet und müssen geschützt werden. Demnach sei es wichtig, dass alle betroffenen Akteure zusammenarbeiten, erklärt Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der DP-Abgeordneten Gusty Graas und Max Hahn. Innovative und lokale Lösungen, um alle Verkehrsteilnehmer zu schützen, würden daher von der Regierung begrüßt.

Allerdings müsste überprüft werden, ob gutgemeinte Initiativen auch den nationalen und internationalen Regeln entsprechen und keine unerwünschten Nebeneffekte mit sich bringen. So müssten die Straßenverkehrsregeln jederzeit respektiert werden. Auch müssten sich die Verkehrsteilnehmer bewusst sein, dass vom Straßenverkehr Gefahren ausgehen. Um die Menschen sicher durch den Straßenverkehr zu leiten, sei es wichtig, dass die Signalisierung einfach und klar ist. Der Straßenmarkierung einen spielerischen Aspekt zu verleihen, um auf die Präsenz von Kindern aufmerksam zu machen, riskiere unterdessen, den Kindern ein falsches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Denn es bestehe die Gefahr, dass die Kinder diese Abschnitte als eigens für sie gestaltet und demnach als sicherer als andere Orte betrachten würden.

Internationale Regeln

Um die Sicherheit von Fußgängern, die die Straße überqueren, zu gewähren sei es vielmehr angebracht, dass für ähnliche Situationen eine einheitliche Markierung gilt. Die geltenden Bestimmungen sind demnach in der Wiener Übereinstimmung von 1968, die Luxemburg im Juni 1978 ratifiziert hat, festgehalten. Auf Basis dieser internationalen Konvention und der Straßenverkehrsordnung wurde 2014 ein Ratgeber für die Gemeinden ausgearbeitet, in dem die gesetzlichen Bestimmungen festgehalten wurden, aber auch Empfehlungen zu finden sind, was das Anlegen von Fußgängerüberwege in Ortschaften angeht.


Farbenfroher Schulanfang infrage gestellt
Regenbogenmarkierungen vor der Schule Scheierhaff in Zolver sorgen im Mobilitätsministerium derzeit für Stirnrunzeln.

Es sei allerdings sinnvoll, die technologischen Neuerungen im Auge zu behalten und zu überprüfen, ob sich gegebenenfalls für einige Übergänge spezifische Anpassungen anbieten würden.

Farbige Markierungen, wie sie rezent in Sassenheim und Bettemburg angebracht worden waren, seien nicht regelkonform gewesen, weshalb die zuständigen Gemeinden darum gebeten wurden, die Straßen wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu bringen. Bausch betont in seiner Antwort auf eine weitere parlamentarische Frage der LSAP-Abgeordneten Simone Asselborn-Bintz und Georges Engel, dass das Ministerium im Vorfeld nicht über diese Initiativen informiert worden war.  

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