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Selig ihr Armen – Weh euch, ihr Reichen!
Lokales 16.02.2019

Selig ihr Armen – Weh euch, ihr Reichen!

Der heilige Lukas, Evangelist und Arzt, im Dienst der sozial Schwachen.

Selig ihr Armen – Weh euch, ihr Reichen!

Der heilige Lukas, Evangelist und Arzt, im Dienst der sozial Schwachen.
Foto: Shutterstock
Lokales 16.02.2019

Selig ihr Armen – Weh euch, ihr Reichen!

In ihrem religiösen und spirituellen Wegweiser für die Woche beschäftigt sich Andrée Biltgen mit den sogenannten Seligpreisungen, jenen besonderen Heilszusagen Jesu.

Das Evangelium des Sonntags ist ein Auszug der sogenannten „Feldrede“. Auf die Seligpreisungen am Anfang folgen bei Lukas vier Wehrufe. Dies verstärkt und betont noch einmal Jesu Aussagen.


Alle unsere Wegweiser im Überblick
Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

„Selig die Armen, ihnen gehört das Reich Gottes!“ Jesus setzt dabei eine spirituelle Haltung voraus. Ein Reicher, der sich nicht an seinen Besitz klammert, der sich um die anderen kümmert, gehört zum Reich Gottes; ein Armer, der nur auf materiellen Besitz aus ist, der an dem klammert, was er hat, schließt sich selber aus.

Gerade die Wehrufe richten sich heute ganz gezielt an uns: Wir sollen uns angesprochen fühlen und unsere Einstellung, unser Miteinander-Leben überprüfen. Die Kirche, als Ganzes, darf nie wieder vergessen, sich auf die Seite der Kleinen und Armen zu stellen.

Unsere Gemeinschaften und Pfarreien müssen sich immer wieder fragen: Sind wir wahrhaftig genug, um Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen und uns dagegen einzusetzen? Bin ich mir persönlich bewusst, dass ich, selbst wenn ich relativ arm bin, angesichts der Mehrheit der Menschheit, sehr, sehr reich bin?

Und erlauben sie mir schlussendlich noch eine persönliche Bemerkung zu dem Satz: „Selig, …wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt …“ Ich habe seit geraumer Zeit den Eindruck und das Gefühl, dass es „in“ ist, gegen alles zu sein, was irgendwie mit Kirche und Glauben zu tun hat.

An guten Tagen gelingt es mir, über diesen direkten oder indirekten Anfeindungen zu stehen, aber wenn es zuviel wird und ich müde bin, mich immer wieder wegen meines Glaubens oder meiner Arbeit für die Kirche rechtfertigen und verteidigen zu müssen, ist es Balsam für meine Seele zu wissen, dass es nicht umsonst ist.

.* Die Autorin ist Pastoralreferentin in der Franziskuspfarrei Differdingen
   (andree.biltgen@cathol.lu)

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.




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