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Seit 1854 gab es nur einen Sommer, der noch nasser war
Lokales 01.09.2021
Meteorologischer Bericht

Seit 1854 gab es nur einen Sommer, der noch nasser war

Am 14. Juli gingen bis zu 106 Liter Wasser pro Quadratmeter nieder - Überschwemmungen mit teils historischen Pegelständen waren die Folge.
Meteorologischer Bericht

Seit 1854 gab es nur einen Sommer, der noch nasser war

Am 14. Juli gingen bis zu 106 Liter Wasser pro Quadratmeter nieder - Überschwemmungen mit teils historischen Pegelständen waren die Folge.
Foto: Guy Jallay/LW-Archiv
Lokales 01.09.2021
Meteorologischer Bericht

Seit 1854 gab es nur einen Sommer, der noch nasser war

Der Sommer 2021 war so nass wie schon lange nicht mehr - und kühler als die vorigen Jahre.

(jwi) - Insgesamt gesehen war der Sommer in diesem Jahr 0,5 Grad kälter als die Mittelwerte der vorherigen, wobei die Abweichung im Südwesten des Landes deutlicher ausfiel. Das geht aus einem Bericht der AgriMeteo/ASTA am Mittwoch hervor.

Der Juni, Juli und August waren mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 336 Liter pro Quadratmeter die zweitnässesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1854. Nur der Sommer im Jahr 1931 war mit einem Durchschnitt von 388 Liter noch feuchter. In Luxemburg-Stadt wurde mit 397 Litern sogar ein neuer Niederschlagsrekord verzeichnet. 


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Der Juni war insgesamt wärmer als der Durchschnitt, wobei die Temperaturspitzen in der zweiten und dritten Woche zu lokalen Gewittern und teilweise übermäßigen Niederschlägen führten. Auch der Juli war durch unterdurchschnittliche Temperaturen und Rekordniederschläge gekennzeichnet. Am 14. Juli verzeichneten die 32 Wetterstationen zwischen 62,6 mm Regen in Remerschen und einem Tageshöchstwert von 105,8 mm in Godbringen. Die Temperaturen im August lagen im Allgemeinen unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. 

Unter anderem verzögere die kalte und nasse Jahreszeit die Getreideernte, die vor allem in der Region Ösling noch nicht abgeschlossen sei, heißt es weiter im Bericht. Darüber hinaus verursachten die Unwetter vom 14. und 15. Juli erhebliche Schäden in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Weinbau

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