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Sechs Tonnen Müll an einem Wochenende am Stausee
Lokales 6 12.08.2022
Rückblick auf Stausee-Chaos

Sechs Tonnen Müll an einem Wochenende am Stausee

Insgesamt wurden an besagten Tagen 6.100 Kilogramm Hausmüll entlang des Stausees gesammelt.
Rückblick auf Stausee-Chaos

Sechs Tonnen Müll an einem Wochenende am Stausee

Insgesamt wurden an besagten Tagen 6.100 Kilogramm Hausmüll entlang des Stausees gesammelt.
Foto: Jean-Luc Linster / Facebook
Lokales 6 12.08.2022
Rückblick auf Stausee-Chaos

Sechs Tonnen Müll an einem Wochenende am Stausee

Simon MARTIN
Simon MARTIN
Umweltministerin Joëlle Welfring stellt in einer parlamentarischen Antwort Lösungen für das wiederkehrende Chaos am Stausee vor.

An das Wochenende vom 18. und 19. Juni dieses Jahres erinnern sich die Anwohner des Obersauerstausees wahrscheinlich nur zu gut. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen herrschte dort nämlich das Chaos. Bereits am frühen Nachmittag waren sämtliche Parkplätze belegt, es kam zu zahlreichen Staus und viel Strände waren überfüllt.


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Der Stausee und seine Problemklientel
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Mit den Menschenmengen gingen zudem regelrechte Berge an Müll inmitten eines Naturparks einher. Ein Zustand, der die Behörden empörte. Doch welche Schlussfolgerungen können zwei Monate später gezogen werden? Umweltministerin Joëlle Welfring (déi Gréng) ging in einer parlamentarischen Anfrage von Carlo Weber (LSAP) ausführlich auf ebendieses Juni-Wochenende ein.

Insgesamt wurden an besagten Tagen 6.100 Kilogramm, also mehr als sechs Tonnen, Hausmüll entlang des Stausees gesammelt. „Die Beseitigung dieser Abfälle hat 1.240 Euro gekostet“, erklärte die Ministerin.

Die Polizei sowie der Ranger des Naturparks, Tom Schmit, waren zwar anwesend, angesichts des Andrangs jedoch eher hilflos. Zumal Schmit keinerlei Kontrollbefugnisse habe und Besucher lediglich informieren und sensibilisieren könne. „Ich muss aber ehrlich zugeben, dass es mir unmöglich ist, an einem Tag mit 15.000 Menschen zu sprechen“, vertraute er dem „Luxemburger Wort“ in einem Interview an.

24 Strafzettel 

Die Ministerin erinnerte indes daran, dass die Polizei in der Region des Stausees während der Sommermonate verstärkt präsent ist. Am Juni-Wochenende wurden insgesamt 24 Strafzettel wegen unterschiedlicher Verstöße ausgestellt. 


Am Samstag war die Verkehrssituation entspannt.
Stausee-Kommission arbeitet an Lösungen für nächstes Jahr
Mit einem Maßnahmenkatalog soll Chaos rund um den Stausee verhindert werden. Bis dahin müssen sich Besucher jedoch noch gedulden.

Wie können solche Ausschreitungen in Zukunft verhindert werden? Umweltministerin Welfring hat mehrere Lösungsansätze. „In puncto Parkplätze ist geplant, in Kürze eine digitale Anzeigetafel nahe der Nationalstraße aufzustellen, auf der freie Stellplätze in Echtzeit angezeigt werden“, merkt sie beispielsweise an. Darüber hinaus werde derzeit an einem speziellen Tourismuskonzept für die Umgebung des Sees gearbeitet. „Ein erster Entwurf dieses Konzepts soll im Herbst 2022 vorgelegt werden“, so die Ministerin.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.wort.fr

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