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Scouts begrüßen ihren neuen Chef Guillaume
Lokales 5 2 2 Min. 04.10.2019

Scouts begrüßen ihren neuen Chef Guillaume

Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie am Freitag auf der Kinnekswiss. Auch der schwedische König Carl Gustaf, Ehrenvorsitzender der Fondation mondiale du Scoutisme, marschierte mit zur Ernennung.

Scouts begrüßen ihren neuen Chef Guillaume

Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie am Freitag auf der Kinnekswiss. Auch der schwedische König Carl Gustaf, Ehrenvorsitzender der Fondation mondiale du Scoutisme, marschierte mit zur Ernennung.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 5 2 2 Min. 04.10.2019

Scouts begrüßen ihren neuen Chef Guillaume

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Am Freitagnachmittag gab Erbgroßherzog Guillaume auf der Kinnekswiss im Stadtpark sein Pfadfinderversprechen als Chefscout ab.

Ihren neuen Chefscout ließen die Pfadfinder wahrlich nicht im Regen stehen. Zu mehr als 2.000 waren sie am Freitag trotz sehr durchwachsenem Wetter am Nachmittag in den Stadtpark auf die Kinnekswiss gekommen, um Erbgroßherzog Guillaume in seiner neuen Rolle willkommen zu heißen. Dieser leistete dort auf einer kleinen Bühne sein Pfadfinderversprechen als Chefscout der Vereinigung Scouting in Luxemburg, die sich aus der Fédération nationale des éclaireurs et éclaireuses du Luxembourg (FNEL) und den Lëtzebuerger Guiden a Scouten (LGS) zusammensetzt.

Damit nimmt er den Platz seines verstorbenen Großvaters Jean ein, der während 74 Jahren leidenschaftlicher Chefscout war. Und auch Guillaume macht den Eindruck, als würde es ihm in den Pfadfinderreihen gefallen. Als einer der anwesenden Jugendlichen ihn fragt, auf was er sich am meisten freue als neuer Chefscout, antwortet er: „Auf euch alle. Euch besser kennenzulernen und zu begleiten. Doch auch meinem Großvater gleichzutun. Ich will versuchen, die gleiche Leidenschaft an den Tag zu legen wie er.“

Was es bedeutet Scout zu sein, weiß auch er bereits seit früher Kindheit. Seit er acht Jahre alt ist, ist er Teil der Bewegung. Dennoch wird ihm, den Ehrengästen und den anwesenden Pfadfindern während der Zeremonie noch einmal ans Herz gelegt, zu was der Scoutschwur eigentlich verpflichtet. In einem kleinen Theaterstück wird erklärt, dass das Pfadfinder sein auf drei Grundpfeilern beruht: Einmal, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Zweitens, auf andere und die Umwelt zu achten. Und drittens, an etwas zu glauben, sei es an Gott oder an eine andere Spiritualität.

Dass auch Guillaume an die Weiterführung der Scoutbewegung glaubt, unterstreicht er mit den ersten Worten seiner Rede: „Einmal Scout, immer Scout.“ Pfadfinder sein bedeute für ihn, sich für andere einzusetzen. Es erfülle ihn mit Stolz, nun Chefscout sein zu dürfen. Außerdem nutzt er die Gelegenheit, sich für die große Anteilnahme der Pfadfinder zu bedanken, als sein Großvater starb: „Ihr wart auch seine Familie und ich sage euch von ganzem Herzen danke.“ Pfadfinder zu sein bedeutet für ihn Toleranz, Solidarität und der Einsatz für eine gerechtere Gesellschaft. Und ganz nebenbei habe man dabei auch noch Spaß.

Drei Finger hoch

Dann betreten die Verantwortlichen der Pfadfinderverbände die Bühne. Die Feierlichkeiten neigen sich dem Ende zu, das Versprechen naht. Guillaume hebt die rechte Hand zum Schwur und wiederholt: „Bei meiner Ehre verspreche ich, mein Bestes zu geben ...“.


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Nach einer halben Minute endet dann der Schwur. Guillaume lächelt, presst die Lippen zusammen, wartet. Eine Sekunde, zwei, ... Stille. Fünf Sekunden, dann hat auch das Publikum verstanden, dass es vorbei ist. Der Chefscout ist gekürt. Tosender Applaus. Guillaume richtet seinen Dank an das patschnasse Publikum, das wacker die Stellung gehalten hat. Offensichtlich hat nicht ein Scout die Wiese verlassen. Das könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein.



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