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Science-Fiction am Flughafen: Ein autonom fahrender Bus als Findel-Shuttle
Das Findel-Shuttle der Zukunft fährt autonom und elektrisch.

Science-Fiction am Flughafen: Ein autonom fahrender Bus als Findel-Shuttle

FOTO: MDDI
Das Findel-Shuttle der Zukunft fährt autonom und elektrisch.
Lokales 26.10.2016

Science-Fiction am Flughafen: Ein autonom fahrender Bus als Findel-Shuttle

Claude FEYEREISEN
Claude FEYEREISEN
Zwischen dem Parkplatz M und dem Terminal des Flughafens Findel könnte bald ein autonom fahrender Bus die Passagiere befördern. Minister François Bausch will die Zukunft ins Großherzogtum holen.

(Cl.F.) - Selbstfahrende Autos? Zukunftsmusik? Keineswegs. Die Zukunft wird Luxemburg schneller einholen, als manch einem lieb ist. Geht es nach François Bausch, wird das Shuttle zwischen dem Low-Cost-Parkplatz M Economy und der Abflughalle des Flughafens Findel in einigen Monaten bereits durch einen autonom fahrenden Kleinbus ersetzt werden.  

"In Lyon ist die Zukunft bereits Wirklichkeit", erklärt der Minister im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort". "Dort sind diese selbstfahrenden Shuttles bereits unterwegs." Die Kleinbusse mit einer Kapazität von maximal 15 Personen verkehren in Lyon entlang der "Quais" der Saône. Sie fahren vollelektrisch, ihre Akkus werden per Induktion aufgeladen.

Ein Pilotprojekt auf 2,5 Kilometern

François Bausch will ein vergleichbares Pilotprojekt in Luxemburg umsetzen: "Wir ersetzen die jetzigen Busse, die die 2,5 Kilometer lange Strecke zwischen dem Parkplatz M und der Aérogare im 20-Minuten-Takt befahren, einfach durch die autonom fahrenden Shuttles. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das neue Shuttle eben von alleine fährt."

Völlig führerlos wird das autonome Shuttle aber nicht unterwegs sein. Es wird immer ein Fahrer mit an Bord sein - aus Sicherheits- und aus psychologischen Gründen. Lenken, Gas geben und bremsen wird der Fahrer in der Regel aber nicht. Er überwacht lediglich und lässt den Bus sich selbst steuern.

Laser, Sensoren und Kameras

Eine Armee an Lasern, Sensoren und Kameras sowie höchstpräzise GPS-Daten sorgen dafür, dass das Shuttle seine Passagiere sicher ans Ziel bringt. Die Maximalgeschwindigkeit der autonomen Kleinbusse liegt bei 30 km/h.

"Wegen der geringen Geschwindigkeit und weil wir erst einmal Erfahrungen sammeln wollen, planen wir, die Busse nicht über die Route de Trèves, sondern über das Flughafengelände fahren zu lassen", so François Bausch weiter. Entsprechende Gespräche mit Flughafenbetreiber Luxairport seien am Laufen.

Parallel dazu überprüft das Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsministerium in Zusammenarbeit mit Shuttle-Hersteller "Navya" mit Sitz in Lyon derzeit die Machbarkeit des Zukunftsprojektes. Geht es nach François Bausch, ist der erste autonome Kleinbus bereits in einigen Monaten unterwegs.