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"Schweinepest im höchsten Maß alarmierend"
Die Bauernzentrale fürchtet um den Fortbestand der Schweineproduzenten in Luxemburg.

"Schweinepest im höchsten Maß alarmierend"

Foto: Claude Feyereisen/LW-Archiv
Die Bauernzentrale fürchtet um den Fortbestand der Schweineproduzenten in Luxemburg.
Lokales 15.09.2018

"Schweinepest im höchsten Maß alarmierend"

Die Bauernzentrale zeigt wegen der afrikanischer Schweinepest sehr besorgt. Drei weitere Verdachtsfälle wurden derweil in Belgien festgestellt.

(na) - "Im höchsten Maß alarmierend", so bezeichnet die Centrale Paysanne das Auftreten der afrikanischen Schweinepest in der Gegend von Etalle in Belgien. Alle Maßnahmen, um eine Verbreiterung der Seuche entgegen zu wirken müssten "umgehend in die Wege" geleitet werden, fordert sie in einer Mitteilung die am Samstag veröffentlicht wurde.


ARCHIV - 27.01.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Glaisin: Wildschweine stehen in einem Wildgatter. Nur 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind in Belgien Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgestellt worden.(zu dpa «Belgien: Afrikanische Schweinepest nahe deutscher Grenze nachgewiesen» vom 13.09.2018) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Etalle
Bislang war der jüngste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf Osteuropa beschränkt. Nun werden aus Belgien die ersten Fälle gemeldet - nur 30 Kilometer von Luxemburg entfernt.

Die Seuche riskiere schwerwiegende Folgen für die Schweinehalter, befürchtet sie. "Folgen, die derzeit noch nicht in ihrem vollen Maß abzumessen sind, die jedoch gegebenenfalls zu einem Zusammenbruch der Märkte führen können". Auch könnte sie den Fortbestand der Schweinebetriebe hierzulande in Frage stellen, schreibt sie weiter.

Für eine Intensivierung der Wildschweinejagd

Die Wirtschaftliche Lage der Schweinehaltungsbetriebe sei bereits "extrem angespannt". Diese könnten keine weiteren Mehrkosten und Einkommensverluste tragen.

Deshalb fordert die Bauernzentrale, dass die öffentliche Hand die dafür notwendigen Mittel bereitstellt. Sie spricht sich auch für eine "umgehende Intensivierung" der Wildschweinejagd außerhalb der eingerichteten Sperrzonen.

Aber auch die Fuchsbestände müssten laut der Centrale paysanne reduziert werden. Weshalb sie ebenfalls eine Aufhebung des Fuchsjagdverbotes fordert. Dies im Sinne einer effizienten Seuchenbekämpfung.

Drei Verdachtsfälle in Belgien

Derweil meldete der belgische Nachrichtensender RTBF am Samstagnachmittag, dass drei weitere Verdachtsfälle von afrikanischer Schweinepest in Belgien festgestellt wurden. Drei möglicherweise mit dem Virus infizierte Wildschweine wurden in der "Province de Luxembourg" gefunden. 




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