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Schweigeminute in Luxemburg : Solidarität mit den Terroropfern
Lokales 31 2 2 Min. 16.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Schweigeminute in Luxemburg : Solidarität mit den Terroropfern

Lokales 31 2 2 Min. 16.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Schweigeminute in Luxemburg : Solidarität mit den Terroropfern

Am Montagmittag um zwölf Uhr wurde in Luxemburg den Opfern der Attentate in Paris gedacht. Kurz vor Mittag legten Premier Bettel und das großherzogliche Paar einen Kranz vor der französischen Botschaft nieder.

(ml) - Bis Dienstag wehen in Luxemburg die Fahnen auf Halbmast, um an die Opfer der Terroranschläge in Paris zu erinnern. Die Regierung hatte die Bürger des Landes im Rahmen einer EU-weiten Initiative zu einer Schweigeminute am Montagmittag um zwölf Uhr aufgerufen.

In Anwesenheit des französischen Botschafters in Luxemburg, Guy Yelda, legten u.a.  das großherzogliche Paar, Premierminister Xavier Bettel und die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer um 11:58 Uhr einen Gedenkkranz vor der französischen Botschaft am Boulevard Joseph II nieder. Anschließend trugen sie sich in das Kondolenzbuch für die Opfer des 13. November 2015 ein.

Rund um das Botschaftsgebäude hatten sich hunderte Menschen versammelt, so dass die Straße für den Verkehr gesperrt werden musste: Neben der Regierung nahmen auch zahlreiche Mitglieder des Parlaments sowie Vertreter der Oppositionsparteien und der Zivilgesellschaft an der Gedenkminute teil. Mehr als 40 Richter standen in  ihren Roben in einer Linie nebeneinander. Auch die Uni Luxemburg war stark vertreten: Sämtliche Fakultäten waren freigestellt worden, um ihre Solidarität mit den Opfern der Attentate in Paris zum Ausdruck zu bringen.

Vor der Botschaft herrschte minutenlang eine absolute Ruhe. Viele Menschen zündeten Kerzen an. Andere wiederum hinterlegten Botschaften entlang der Mauer der Botschaft. Die Gedenkminute war ergreifend und emotional. Einige Teilnehmer brachen in Tränen aus. Im Innenhof der Botschaft wehte die französische Flagge auf Halbmast.

Bereits am Sonntagabend hatten sich hunderte Menschen auf der Place de Paris in Luxemburg-Stadt im Rahmen einer Solidaritätskundgebung versammelt, um der  Opfer zu gedenken, unter ihnen Premierminister Xavier Bettel, die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer und der französische Botschafter in Luxemburg. Zu der Kundgebung war über die sozialen Medien aufgerufen worden.

Eine weitere Kundgebung, zu der die Vereinigung 4motion aufruft, findet am Montagabend um 18 Uhr auf der Place de Paris statt. Terror nehme immer mehr Platz in unserer Welt ein, heißt es in der Einladung: "Terror will Angst machen, bringt Unschuldige um, nährt sich aus Ungerechtigkeit. Er konfrontiert uns alle mit Emotionen, Gefühlen, Trauer, Wut und Ohnmacht. Es gibt etwas, was wir tun können, wenn keine Wörter mehr da sind, zusammenkommen."

Schüler sprechen über die Anschläge

Die Terrorakte in Paris werden am Montag auch in den Schulen thematisiert. Bildungsminister Claude Meisch hat in einer Mitteilung das Lehrpersonal darum gebeten, mit den Schülern auf die Attentate und die demokratischen Werte unserer Gesellschaft einzugehen. Die Attentate hätten zum Ziel gehabt, diese Überzeugungen ins Wanken zu bringen, heißt es in der Erklärung.

Alle Akteure des Bildungswesens müssten die Schüler beim Kampf gegen jede Form von Intoleranz, Hass, Rassismus und Gewalt innerhalb und außerhalb der Schule zu ermutigen, so Meisch. Das Thema wird auch in einem gemeinsamen Kurs der Religions- und "Moral"-Lehrer behandelt.

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