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Herkunft der Kugel weiter unbekannt
Lokales 30.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Schussverletzung in Fentingen

Herkunft der Kugel weiter unbekannt

Das Opfer, eine Frau aus Belgien, wurde vom Projektil am Kiefer getroffen.
Schussverletzung in Fentingen

Herkunft der Kugel weiter unbekannt

Das Opfer, eine Frau aus Belgien, wurde vom Projektil am Kiefer getroffen.
Foto: Guy Wolff
Lokales 30.11.2016 Aus unserem online-Archiv
Schussverletzung in Fentingen

Herkunft der Kugel weiter unbekannt

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Zwei Monate mach dem Vorfall in Fentingen liegen die Resultate der ballistischen Analyse nun endlich vor. Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft aber noch keine Resultate mitteilen

(jag/gs) - Auch zwei Monate nach dem dramatischen Zwischenfall in Fentingen, bei dem  eine Frau schwer im Gesicht verletzt wurde, ist weiterhin unbekannt, aus welcher Waffe das Geschoss abgefeuert wurde bzw. woher sie kam. Justizsprecher Henri Eippers erklärte am Mittwoch auf Nachfrage, dass die ballistischen Analysen in Belgien mittlerweile abgeschlossen seien. Nicht später als diesen Montag sei denn auch der entsprechende Abschlussbericht beim zuständigen Untersuchungsrichter eingetroffen.

Über den Inhalt bzw. die Resultate dieses Berichts konnte der Justizsprecher jedoch keine weiteren Angaben machen - dies mit Verweis auf die noch laufenden Untersuchungen. Es gilt, fünf Jagdgewehre mit der Kugel abzugleichen, welche das Opfer schwer im Gesicht verletzte.

Waren es die Jäger?

Die Untersuchung des aus dem Unterkiefer des Opfers herausoperierten Geschosses soll klären, ob diese aus einer der fünf Jagdbüchsen stammt, die nach dem Zwischenfall beschlagnahmt worden waren.

Jäger waren am besagten Tag in einem Feld in der Nähe des Wohnhauses, auf dessen Terrasse das Opfer getroffen wurde, dabei, Wildschweine zu jagen. 

Büchse oder Handfeuerwaffe

Waffenexperten, die vom Opfer veröffentlichte Fotos des Projektils begutachten konnten, schlossen die Möglichkeit nicht aus, dass es sich um ein Geschoss aus einer großkalibrigen Handfeuerwaffe handeln könnte – eine These, welche die Jäger entlasten würde, da Kurzwaffen offiziell in Luxemburg bei der Jagd nicht benutzt werden dürfen. In manchen Ländern werden diese allerdings dazu benutzt, angeschossenen Wildtieren einen Fangschuss zu geben.


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