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Schülertransport: Lösung für Verkehrsproblematik nicht in Sicht
Lokales 13.01.2020

Schülertransport: Lösung für Verkehrsproblematik nicht in Sicht

Auch die Busse des Schülertransports kommen an dem morgendlichen Verkehrschaos nicht vorbei.

Schülertransport: Lösung für Verkehrsproblematik nicht in Sicht

Auch die Busse des Schülertransports kommen an dem morgendlichen Verkehrschaos nicht vorbei.
Foto: Lex Kleren
Lokales 13.01.2020

Schülertransport: Lösung für Verkehrsproblematik nicht in Sicht

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Jeden Tag kommen Jugendliche in den Lyzeen des Großherzogtums zu spät zur ersten Stunde. Der Grund: Ihr Bus stand im Stau. Eine Lösung für dieses Problem scheint nicht in Sicht.

Rund 30.000 Schüler fahren jeden Morgen mit dem Bus zu ihren Lyzeen und riskieren dabei, wegen Staus zu spät zur ersten Stunde zu kommen. Obwohl sie nichts dafür können, sorgen diese Verspätungen bei den Jugendlichen für Stress – das geht aus der gemeinsamen Antwort von Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) und Bildungsminister Claude Meisch (DP) auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Mars Di Bartolomeo (LSAP) hervor.


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Als mögliche Lösung für das Verkehrschaos am Morgen hatte der Direktionsbeauftragte der Abteilung für den öffentlichen Transport im Mobilitätsministerium Alex Kies im Interview mit dem LW unterschiedliche Unterrichtsbeginnzeiten der Lyzeen vorgeschlagen. 

Veränderungen der Alltagsabläufe

Inwiefern das machbar wäre, wurde laut François Bausch und Claude Meisch bereits vor einigen Jahren für die Lyzeen in Limpertsberg untersucht. Daraufhin habe allerdings nur das Lycée Michel Lucius die Unterrichtszeiten angepasst: Dort beginnt die erste Stunde um 8.30 Uhr. Alle anderen Lyzeen sind diesem Beispiel nicht gefolgt, da dies pädagogische Einschränkungen und lange Schultage mit sich bringe – so heißt es zumindest in der Antwort der Minister. Außerdem soll es den Schülern weiterhin möglich sein, am Nachmittag beispielsweise Sport zu treiben oder Musik zu machen.

Und: Verschiebungen an den Stundenplänen würden große Veränderungen für die Alltagsabläufe der Familien bedeuten. Diese würden nicht nur Kinderkrippen sowie Tagesstätten, Grundschulen und selbstverständlich die Lyzeen betreffen, sondern auch die Abläufe des Berufsalltags der Eltern.

Eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden, sei laut François Bausch und Claude Meisch nur schwer vorstellbar, solange die allgemeine Verkehrsproblematik nicht in den Griff zu bekommen ist. Die geplante Neuorganisation des RGTR-Netzwerks, Investitionen in den öffentlichen Transport und die Umsetzungen der Mobilitätsstrategie MODU2 sowie des nationalen Mobilitätsplans 2035 sollen auf Dauer Linderung in puncto Mobilität verschaffen. Außerdem werden sich die Verantwortlichen der Ministerien erneut zusammensetzen, um über das Problem zu beraten. 


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