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Schüler in Luxemburg dürfen mit Fridays for Future demonstrieren
Lokales 2 Min. 22.09.2021
Klimastreik am Freitag

Schüler in Luxemburg dürfen mit Fridays for Future demonstrieren

Im Frühjahr 2019 gingen auch in Luxemburg tausende Jugendliche für mehr Klimaschutz auf die Straße.
Klimastreik am Freitag

Schüler in Luxemburg dürfen mit Fridays for Future demonstrieren

Im Frühjahr 2019 gingen auch in Luxemburg tausende Jugendliche für mehr Klimaschutz auf die Straße.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 22.09.2021
Klimastreik am Freitag

Schüler in Luxemburg dürfen mit Fridays for Future demonstrieren

2019 ging die Klimaprotestbewegung Fridays for Future in Luxemburg zum ersten Mal auf die Straße. Nun steht wieder eine Demo an.

(jt/dpa) - Während der Corona-Pandemie wurde es still um die Klimabewegung. Nun meldet sich die Initiative Fridays for Future lautstark zurück: Am Freitag findet in zahlreichen Städten wieder ein globaler Klimastreik statt. Auch in Luxemburg wollen zahlreiche Schüler am 24. September auf die Straße gehen.

Wie die Initiative Youth for Climate Luxembourg am Mittwoch nach einer Unterredung mit dem Bildungsministerium mitteilt, können Schüler unter folgenden Voraussetzungen an der Demo teilnehmen: 

  • Seit Mittwochmorgen kann in den Sekretariaten der Schulen ein „formulaire de demande de dispense“ abgeholt werden. Minderjährige Schüler müssen dieses Formular von ihren Eltern unterschreiben lassen.
  • Volljährige Schüler können das Formular selbst ausfüllen.
  • Das Formular muss bis spätestens Freitag, den 24. September, um 9 Uhr, in einem Schulsekretariat abgegeben werden. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, gilt die Abwesenheit als „non-excusée“.
  • Die Schüler der Lyzeen in der Hauptstadt dürfen nach der zweiten Schulstunde das Schulgebäude verlassen, um zum Beginn der Demo gegen 10 Uhr bei der Gare Centrale einzutreffen. Die Schüler aus anderen Lyzeen in Luxemburg dürfen bereits nach der ersten Schulstunde zum Klimastreik  anreisen.
Klimaprotest in der Stadt Luxemburg am 15. März 2019.
Klimaprotest in der Stadt Luxemburg am 15. März 2019.
Foto: Gerry Huberty

„Unsere Regierung hat in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass Klimaschutz nicht ihre Priorität ist. Wir wollen durch die Aktionen zeigen, dass wir genug von dieser wirkungslosen Klimapolitik der Regierung haben“, sagt die 18-jährige Zohra Barthelemy, Schülerin in Echternach und eine der Organisatoren der Klimaproteste in Luxemburg, am Mittwoch in einem „Télécran“-Interview

Wir wollen erreichen, dass Jugendliche und ihre Sorgen grundsätzlich ernster genommen werden, sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft.“ Barthelemy erklärte, man hoffe auf eine große Resonanz am Freitag. Das Bildungsministerium sei „im Bilde“ über die Aktion, habe im Vorfeld jedoch seine Sorge um das Wohlergehen der Schüler ausgedrückt.

Weltweit soll es am Freitag mehr als 1160 Klimaproteste geben, allein in Deutschland mehr als 350. Die Protestinitiative fordert Maßnahmen, um die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Thunberg in Berlin

Die Galionsfigur der Fridays-for-Future-Proteste, Greta Thunberg, kommt am Freitag nach Berlin. Sie wolle in der Hauptstadt demonstrieren, sagte die 18-Jährige dem „Tagesspiegel“.

Für eine bestimmte Partei werbe sie zwei Tage vor der Bundestagswahl aber nicht. „Wir sind keine Lobbyisten für die Grünen.“

Thunberg begann vor etwas mehr als drei Jahren in Stockholm mit einem persönlichen Schulstreik, aus dem sich die weltweite Klimabewegung Fridays for Future entwickelte. Auch im Großherzogtum fand die Aktion Anklang. Im März 2019 nahmen etwa 7.500 junge Menschen an einem Klimaprotest in Luxemburg teil.

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