Schrassig: Neuzugang positiv auf Covid-19 getestet
Schrassig: Neuzugang positiv auf Covid-19 getestet
Ein Mann, der in der Nacht zum Sonntag in das Gefängnis in Schrassig gebracht wurde, wurde positiv auf Covid-19 getestet. Dies teilt die Administration pénitentiaire am Montag mit. Er war allerdings nicht in Kontakt mit anderen Gefangenen, so das Schreiben.
Aktuell gelten nämlich in der Haftanstalt Schrassig aufgrund der Pandemie strenge Prozeduren, die ein Ausbreiten der Krankheit innerhalb des Gefängnisses verhindern sollen. So müssen neue Gefangene zunächst eine bestimmte Zeit in Quarantäne verbringen.
Der betroffene Gefangene hielt sich nur wenige Stunden im Gefängnis auf. Als die Haftanstalt das Resultat des Tests erhielt, wurde der Häftling in das Centre hospitalier de Luxembourg gebracht. Die Gefängniswärter, die mit ihm in Kontakt waren, haben indes Quarantänemaßnahmen getroffen und befinden sich zu Hause.
Der Administration pénitentiaire zufolge konnte dank der strengen Prozeduren bislang ein Ausbreiten der Krankheit innerhalb des Gefängnisses verhindert werden.
Unruhen und Hungerstreik
Vor knapp einem Monat war es in der Haftanstalt Schrassig zu Unruhen gekommen. Ende März kam es zu Ausschreitungen, später traten dann mehrere Häftlinge in einen Hungerstreik, der allerdings nach etwa einer Woche endete. Sie wollten auf ihre Situation in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hinweisen und Haft-Unterbrechungen oder vorzeitige Entlassungen durchsetzen.
Im Ausland waren solche Lösungen in Erwägung gezogen worden, um eine Überbevölkerung in Gefängnissen - und somit das Risiko einer schnellen Ausbreitung des Virus - zu vermeiden. Wie Justizministerin Sam Tanson am Freitag in der Justizkommission im Parlament erklärte, bestehe derzeit kein Risiko einer Überbevölkerung in Schrassig. Auch sei dort weiterhin keine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.
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