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Schneller zum CT-Scan in Deutschland?
Lokales 17.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Vier Monate Wartezeit in Luxemburg

Schneller zum CT-Scan in Deutschland?

CT-Scans und IRM-Untersuchungen sollen nur nach rationellen Kriterien verschrieben werden, um Patienten vor unnützen Ionenstrahlen zu schützen, so die Ressortminister.
Vier Monate Wartezeit in Luxemburg

Schneller zum CT-Scan in Deutschland?

CT-Scans und IRM-Untersuchungen sollen nur nach rationellen Kriterien verschrieben werden, um Patienten vor unnützen Ionenstrahlen zu schützen, so die Ressortminister.
Archivfoto: AFP
Lokales 17.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Vier Monate Wartezeit in Luxemburg

Schneller zum CT-Scan in Deutschland?

Die Verzögerungen bei IRM-Untersuchungen und CT-Scans sind der Regierung zufolge darauf zurückzuführen, dass Ärzte viel unnötige radiologische Untersuchungen verschreiben. Das soll sich bald ändern.

(str) - Bis zu vier Monate würden vergehen, bis Patienten in Luxemburg einen Termin für eine Kernspintomographie (IRM) oder Computertomographie (CT-Scan) erhalten, schreiben die DP-Abgeordneten Alex Krieps und Edy Mertens in einer parlamentarischen Anfrage an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch und den Minister für soziale Sicherheit Romain Schneider.

Außerdem scheine es, dass immer mehr Patienten sich stationär behandeln ließen, oder auf Krankenhäuser in der Grenzregion auswichen, um schneller zu einem Termin zu kommen.

Beide Minister schreiben in ihrer Antwort, dass es keine Statistiken zu Wartezeiten und zur Zahl der verschriebenen IRM- oder CT-Untersuchungen gebe. Auch lasse sich nicht feststellen, ob sich Patienten absichtlich stationär in einem Krankenhaus behandeln ließen.

36 000 CT-Scans 2015

Die Zahl der Patienten, die eine Kostenübernahme an die Krankenkassen richteten, sei aber durchaus nachvollziehbar: 2015 hätten 36 195 in Luxemburg lebende Patienten ein Dossier zu IRM-Behandlungen eingereicht und 65 607 zu CT-Scans. Dazu kämen 542, bzw. 218 Patienten aus den Nachbarländern Deutschland, Belgien und Frankreich.

Luxemburg sei zudem das europäische Land, in dem die höchste Anzahl an Computertomografien im Vergleich zur Einwohnerzahl vorgenommen würden: 186,6 pro 1 000 Einwohner. Viel niedriger liegen die Zahlen aus Belgien allerdings nicht: 185,3 CT-Scans pro 1 000 Einwohner. In Deutschland sind jedoch nur 131,9 und in Frankreich 131.9.

Das Großherzogtum sei zudem gut ausgestattet: 2010 habe man 23,4 Computertomografen auf eine Million Einwohner gezählt. In Belgien sind es 22,4, in Frankreich 14,2. Deutschland ist die Dichte allerdings um vieles höher: 35,4 CT-Scanner pro Million Einwohner.

Leitfaden in Vorbereitung

Den Grund für die langen Wartezeiten erklären die Ressortminister damit, dass es wohl eine Überbenutzung der bestehenden Ausrüstung gebe. Demnach würden Ärzte die IRM- und CT-Untersuchungen öfter verschreiben als notwendig. Deshalb arbeite man auch an einem Leitfaden für die sinnvolle Anwendung von radiologischem Gerät.