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Schnelle Hilfe nach Übergriff in Oetringen
Lokales 2 Min. 18.04.2019

Schnelle Hilfe nach Übergriff in Oetringen

Am Bahnhof in Oetringen wurden vor einem Monat zwei CFL-Mitarbeiter brutal angegriffen.

Schnelle Hilfe nach Übergriff in Oetringen

Am Bahnhof in Oetringen wurden vor einem Monat zwei CFL-Mitarbeiter brutal angegriffen.
Foto: Caroline Martin
Lokales 2 Min. 18.04.2019

Schnelle Hilfe nach Übergriff in Oetringen

Nachdem vor einem Monat ein Schaffner und ein Lokführer angegriffen worden waren, waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Für sie ist solch ein Einsatz kein Einzelfall.

(SH) - Etwas mehr als ein Monat ist seit dem Übergriff auf zwei CFL-Mitarbeiter bei Oetringen vergangen. Wie Mobilitätsminister François Bausch und Innenministerin Taina Bofferding nun in ihrer gemeinsamen Antwort auf eine parlamentarische Frage von Fernand Kartheiser (ADR) mitteilen, waren in der Nacht vom 16. auf den 17. März zwischen dem Moment, in dem der Notruf bei der Polizei einging (23.44 Uhr), und jenem, in dem eine Streife am Tatort eintraf (23.53 Uhr), nur neun Minuten vergangenen. Auch ein Rettungswagen aus Remich war innerhalb von zehn Minuten vor Ort. Jener aus Bettemburg wurde unterdessen wieder abbestellt.

Ebenso wie der zweite Rettungswagen war auch der Einsatz von zusätzlichen Polizeikräften nicht erforderlich. Bausch und Bofferding betonen allerdings, dass zum Tatzeitpunkt mehr als ein Dutzend Polizeibesatzungen in den Regionen Zentrum-Osten und Hauptstadt unterwegs waren, die den Einsatzort innerhalb kürzester Zeit hätten anfahren können.

Späte Mitteilung

Noch in derselben Nacht war es auf dieser Strecke zu einer Kollision eines Zuges mit einem Metallteil gekommen, das auf die Gleise gelegt worden war. Dieser Vorfall soll sich gegen 4.30 Uhr abgespielt haben. Gemeldet wurde er der Polizei jedoch erst fast acht Stunden später – um 12.11 Uhr am Sonntagmittag – von einem CFL-Mitarbeiter. Demnach konnten die Einsatzkräfte erst verspätet reagieren.


Gare Oetrange / Bahnhof Oetringen / Angriff auf CFL-Mitarbeiter / CFL / 17.03.2019/ Foto : Caroline Martin
Zugverkehr: Mehr Kameras, mehr Sicherheitspersonal
Nach dem Angriff auf zwei CFL-Mitarbeiter nahe Oetringen bleibt die Sicherheit ein Thema. Die Ermittlungen in dem Fall dauern derweil weiter an.

Die Ermittlungen nach den Tätern laufen derzeit weiter. Wie die Polizei nach dem Vorfall mitteilte, hatten die Angreifer die Flucht ergriffen. Bei ihnen soll es sich um etwa zehn Personen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren handeln.

Kartheiser wollte in seiner Frage auch wissen, warum die Polizei bisher keine Täterbeschreibung veröffentlicht hat. Bausch und Bofferding bestätigen in ihrer Antwort, dass die Polizei prinzipiell in solchen Fällen eine Täterbeschreibung veröffentlicht. Es gebe allerdings auch Ausnahmen. Zum einen sei dies der Fall, wenn nicht ausreichend Elemente vorliegen, die zu einer Identifizierung der Täter führen können. Zum anderen könne es den Ministern zufolge jedoch auch sein, dass sich eine öffentliche Täterbeschreibung negativ auf die Ermittlungen auswirkt. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn diverse Anhaltspunkte vorliegen, es jedoch nicht förderlich ist, diese publik zu machen.


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