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Schneefälle und Verkehrschaos
Lokales 55 3 Min. 30.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Schneefälle und Verkehrschaos

Die Schneeräumer waren am Mittwoch im Dauereinsatz.

Schneefälle und Verkehrschaos

Die Schneeräumer waren am Mittwoch im Dauereinsatz.
Bild: Anouk Antony
Lokales 55 3 Min. 30.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Schneefälle und Verkehrschaos

Echtes Winterwetter ist im Großherzogtum angekommen. In der Nacht zum Mittwoch bedeckten ausgiebige Schneefälle das Land, am Morgen folgte das Verkehrschaos.

(mth/jt/TJdpa) - Wie erwartet hat es in der Nacht auf Mittwoch in Luxemburg  ausgiebig geschneit. In der Hauptstadt sind rund fünf Zentimeter Schnee gefallen, was im morgendlichen Berufsverkehr für größere Störungen gesorgt hat. Der staatliche Wetterdienst Meteolux hat ein Ende der Schneefälle erst für Mittwochnachmittag vorhergesagt. Demnach könnten bis zu zehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter im ganzen Land fallen, was eine Schneedecke von etwa acht Zentimetern entspricht.

Beruhigung am Nachmittag

Trotz immer wieder einsetzender Schneeschauer am Mittwoch, beruhigte die Lage sich in den Morgenstunden. Ab 11 Uhr wurden keine nennenswerten Zwischenfälle im Zusammenhang mit Glätte gemeldet. Der Feierabendverkehr dürfte demnach etwas langsamer als normal, dafür aber ohne Chaos über die Bühne gehen. Dennoch bleibt Vorsicht weiterhin angesagt.

Am Flughafen sorgte die "Weiße Pracht" für einige Ausfälle. Betroffen waren die Verbindungen nach München und Barcelona. Passagiere sollten den Status ihres Flugs vorab bei ihrer Airline nachfragen und genügend Zeit für die Anfahrt zum Airport einplanen. Luxairport rät Reisenden, sich vorab über Störungen auf dem Online-Portal des Flughafenbetreibers schlau zu machen.

Am Morgen wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen zeitweilig auf 70 Kilometer pro Stunde gesenkt, bevor die Begrenzung am späten Vormittag wieder auf 90 Kilometer pro Stunde angehoben wurde. Kurz nach 14 Uhr herrschte auf den Autobahnen wieder "Normalbetrieb". 

 


An vielen Orten kam es zu Auffahrunfällen, wie hier in Lallingen.
An vielen Orten kam es zu Auffahrunfällen, wie hier in Lallingen.
Foto: Guy Jallay

Aufgrund der Straßenglätte gab es am frühen Morgen bereits Dutzende kleinerer und mittelschwerer Verkehrsunfälleauf der A1 aus Richtung Deutschland kam es gegen 6.40 Uhr an der Ausfahrt Kirchberg zu einem Auffahrunfall mit mehreren Autos, der rechte Fahrstreifen war zeitweilig blockiert. 

Die Geschwindigkeit auf den Autobahnen wurde auf 70 Kilometer pro Stunde begrenzt.
Die Geschwindigkeit auf den Autobahnen wurde auf 70 Kilometer pro Stunde begrenzt.
Foto: Guy Jallay

Besonders an Straßenabschnitten mit starkem Gefälle kam der Verkehr ganz zum erliegen, bevor der Schnee geräumt werden konnte - wie etwa in Bereldingen und Oetringen. Auch auf der N7 in Friedhof Richtung Hosingen gab es Verkehrsbehinderungen.

Auch der Bahnverkehr war im  gesamten Schienennetz von den Schneefällen gestört. Am Hauptbahnhof in Luxemburg gab es technische Probleme mit einer Weiche, so dass zahlreiche Züge Verspätung hatten oder ganz ausfielen.

Die A3 an der luxemburgisch-französischen Grenze in Zoufftgen.
Die A3 an der luxemburgisch-französischen Grenze in Zoufftgen.
Foto: AFP

Der Pflegedienstleister Servior teilte am Morgen mit, dass die Auslieferung im Rahmen seines "Repas sur roues"-Dienstes am Mittwoch verspätet erfolgen kann. Auch die Entsorgungsfahrzeuge der "Superdreckskescht" können derzeit nicht in den Einsatz.

Wintereinbruch auch im deutschen Grenzgebiet

Schnee und Glätte haben auch in Teilen von Rheinland-Pfalz zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Vor allem in Hunsrück und Eifel rutschten Autos am Mittwochmorgen von der Straße oder gegen andere Fahrzeuge, wie die Polizei mitteilte. Es sei aber bei Blechschäden geblieben. Auch im Saarland ist es am Mittwochmorgen zu mehr als 80 Unfällen gekommen. „Die Mehrzahl ist zum Glück glimpflich ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem habe es Staus und Verkehrsbehinderungen gegeben.


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Im Bereich Bitburg kam es nach Polizeiangaben zu gleich sieben Unfällen. Auto- und Transporterfahrer rutschten dabei von der Straße oder gegen andere Fahrzeuge. Verletzt wurde niemand. Im Bereich Simmern im Hunsrück sah es ähnlich aus: „Wir hatten heute Morgen zwischen sieben und neun Uhr vier Stück“, sagte ein Polizeisprecher über das Unfallgeschehen. Verletzte habe keine gegeben. Nach Angaben der deutschen Autobahnpolizeien lief der Verkehr auf diesen Straßen zunächst ohne größere Störungen.

Noch mehr Schnee im Lauf der Woche

Am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag soll es allerdings weiter schneien. Während der Donnerstag trockener werden dürfte, sollen ab Freitag und bis in die kommende Woche hinein weitere Schneefälle folgen. Dafür bleibt es nur mäßig kalt bei minimal minus zwei Grad.


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