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"Schmiergeld"-Prozess: Bewährungsstrafen für sieben Angeklagte
Lokales 04.05.2017

"Schmiergeld"-Prozess: Bewährungsstrafen für sieben Angeklagte

Die Richter gaben ihr Urteil am Donnerstag bekannt.

"Schmiergeld"-Prozess: Bewährungsstrafen für sieben Angeklagte

Die Richter gaben ihr Urteil am Donnerstag bekannt.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 04.05.2017

"Schmiergeld"-Prozess: Bewährungsstrafen für sieben Angeklagte

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Haftstrafen zwischen neun Monate und vier Jahren - integral zur Bewährung ausgesetzt - sowie ein Freispruch. So lautete am Donnerstagmorgen das Urteil im "Schmiergeld"-Prozess gegen acht Personen.

(str/SH) - Haftstrafen zwischen neun Monate und vier Jahren - integral zur Bewährung ausgesetzt - sowie ein Freispruch. So lautete am Donnerstagmorgen in erster Instanz das Urteil gegen jene acht Personen, die sich im Februar und März wegen Korruption, Dokumentenfälschung, Geldwäscherei und der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht verantworten mussten.

Ihnen war vorgeworfen worden, dazu beigetragen zu haben, dass zwischen 2002 und 2007 rund 200 portugiesischen Handwerkern Niederlassungsgenehmigungen ausgestellt wurden, obwohl diese nicht über die nötigen Ausbildungen verfügten. Gegen Bezahlung von bis zu 28.000 Euro wurden den Handwerkern gefälschte Zertifikate ausgestellt. 

Gegen Joseph L., den ehemaligen Staatsbeamten innerhalb des Wirtschaftsministeriums, der als Drahtzieher galt, sprachen die Richter eine Bewährungsstrafe von vier Jahren aus sowie eine Geldstrafe von 130.000 Euro. José S., der gemeinsam mit Joseph L. dafür gesorgt haben soll, dass den Antragstellern gefälschte Ausbildungsbescheinigungen ausgestellt wurden, wurde zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren sowie zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt.

Ebenfalls am Ausstellen von gefälschten Zertifikaten beteiligt gewesen sein sollen die Eigentümer, resp. Mitarbeiter von zwei in Luxemburg ansässigen Treuhandgesellschaften. Jean B. und Adela S. wurden hierfür jeweils zu 18 Monaten auf Bewährung und 10.000 Euro verurteilt, Theresa D. zu zwölf Monaten, resp. 3.000 Euro und Rosa C. zu neun Monaten, resp. 2.500 Euro.

Unterschiedlich fielen unterdessen die Urteile gegen Simone B. und Raymond S. aus, jene Angestellte im Mittelstandsministerium, die die Anträge für die zuständige Kommission vorbereiteten. Während Simone B. für schuldig empfunden wurde und eine Bewährungsstrafe von zwölf Monaten, resp. eine Geldstrafe von 3.000 Euro gegen sie gesprochen wurde, gab es für Raymond S. einen Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen zwischen zwei und sieben Jahren gefordert. Alle Parteien haben nun 40 Tage Zeit, um Berufung gegen das Urteil aus erster Instanz einzulegen.

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