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Schlossherr(in) gesucht: "Château de Schengen" wird verkauft
Lokales 2 Min. 24.04.2014

Schlossherr(in) gesucht: "Château de Schengen" wird verkauft

Die Ursprünge des Bauwerks reichen bis ins Jahr 1390 zurück. Seit 2010 beherbergt das Schloss das Hotel der Goeres-Gruppe.

Schlossherr(in) gesucht: "Château de Schengen" wird verkauft

Die Ursprünge des Bauwerks reichen bis ins Jahr 1390 zurück. Seit 2010 beherbergt das Schloss das Hotel der Goeres-Gruppe.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 24.04.2014

Schlossherr(in) gesucht: "Château de Schengen" wird verkauft

Wer träumt nicht von einem eigenen Schloss? Nun, im Moment besteht hierzulande zumindest theoretisch die Möglichkeit, ein historisches Schloss zu erwerben. Die Rede ist vom „Château de Schengen“ im Dreiländereck.

(DL) - Wer träumt nicht von einem eigenen Schloss? Nun, im Moment besteht hierzulande zumindest theoretisch die Möglichkeit, ein Bauwerk dieser Art zu erwerben. Die Rede ist vom beeindruckenden „Château de Schengen" im Dreiländereck.

"Ja, das Schengener Schloss steht zum Verkauf. Tatsache ist, dass es sich finanziell einfach nicht mehr lohnt. Wir benötigen das Geld für die Strukturen der elisabeth-Gruppe für Hilfsbedürftige. Das Gebäude wird demnach, aus rein ökonomischen Gründen, verkauft“, erklärt Claude Mühlenbach, Vertreter der  „Congrégation des Sœurs de Ste-Elisabeth“ (CSSE), in deren Besitz das Schloss ist, auf Nachfrage. Einen konkreten Interessenten für das „Château de Schengen“ gebe es jedoch noch nicht.

Ursprünge reichen bis 1390 zurück

Die Ursprünge des Bauwerks gehen auf das Jahr 1390 zurück. 1812 wurde das Schloss größtenteils zerstört – lediglich der Turm blieb erhalten. Mit den Originalmaterialien wurde es später wieder aufgebaut, der ursprüngliche Turm wurde in das neue Bauwerk integriert. Seit 1939 ist das Schloss im Besitz der Kongregation der Schwestern der hl. Elisabeth. Die Räumlichkeiten dienten bislang als Ferienzentrum sowie als Tagungsstätte.

Im Frühjahr 2010 ließ sich die Unternehmensgruppe Goeres darin nieder, die dort seitdem das „Romantik-Hotel Château de Schengen“ betreibt. Laut der Kongregation der Schwestern der heiligen Elisabeth läuft der entsprechende Kontrakt im Sommer aus. Die Direktion der Goeres-Gruppe bestätigte gegenüber dem „Luxemburger Wort“, dass der Mietvertrag am 31. August endet und das Hotel demnach ab dem 1. September geschlossen bleibt.

Ob der Verkauf des Schlosses auch das endgültige Aus für die Hotelbetreibung in den Räumlichkeiten bedeutet, bleibe jedoch abzuwarten. Dies hänge vom Wunsch des zukünftigen Besitzers ab, so die Ansicht der Goeres-Gruppe.

Aus für Hotel in Bad Mondorf

Übrigens läuft auch der Kontrakt zwischen der „Congrégation des Sœurs de Ste-Elisabeth“ und der Goeres-Gruppe betreffend das Hotel „Am Klouschter“ in Bad Mondorf in Kürze aus. Auf Wunsch der Kongregation sei der entsprechende Mietvertrag, der bis Ende des Monats Juni gilt, nicht verlängert worden, heißt es vonseiten der Direktion der Goeres-Gruppe.