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Schloss Colpach im Dornröschenschlaf: Mayrischs Erben
Lokales 05.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Schloss Colpach im Dornröschenschlaf: Mayrischs Erben

Im Dornröschenschlaf: Schloss Colpach wartet weiter auf neue Glanzzeiten

Schloss Colpach im Dornröschenschlaf: Mayrischs Erben

Im Dornröschenschlaf: Schloss Colpach wartet weiter auf neue Glanzzeiten
Foto: John Lamberty
Lokales 05.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Schloss Colpach im Dornröschenschlaf: Mayrischs Erben

Das altehrwürdige Colpacher Schloss befindet sich im Dornröschenschlaf. Rotes Kreuz und Kulturministerium ringen immer noch um ein tragbares Konzept zur Sanierung und Neunutzung.

(jl) - Verlassene Salons, mit Holzplatten umkleidete Treppenhäuser und sanierungsbedürftige Zimmer: Auch vier Jahre nach dem Auszug der letzten Gäste in das neue Erholungs- und Genesungszentrum nebenan, verharrt das altehrwürdige Colpacher Schloss weiter fest im Dornröschenschlaf. Dies, da das Rote Kreuz und das Kulturministerium immer noch um ein tragbares Konzept zur Sanierung und Neunutzung des  einstmals so mondänen Landsitzes des Stahlmagnaten Emile Mayrisch und seiner Gattin Aline de Saint-Hubert ringen.

Rot-Kreuz-Generaldirektor Michel Simonis und der Leiter des Colpacher Genesungszentrums, Jean-Philippe Schmit, am Kamin in der einstigen Schlossibliothek der Mayrischs.
Rot-Kreuz-Generaldirektor Michel Simonis und der Leiter des Colpacher Genesungszentrums, Jean-Philippe Schmit, am Kamin in der einstigen Schlossibliothek der Mayrischs.
Foto: John Lamberty

Eine an sich sehr gute Kooperation, wie Rot-Kreuz-Generaldirektor Michel Simonis betont, die allerdings auch auf einem Trugschluss basierte: "Aufgrund der Klassierung des Schlosses und dem Engagement des Denkmalschutzamts bei den Planungen, gingen wir davon aus, dass sich das Kulturministerium auch substantiell an der Sanierung beteiligen würde".

Manche Zimmer im Schloss bedürften dringend der Sanierung.
Manche Zimmer im Schloss bedürften dringend der Sanierung.
Foto: John Lamberty

Nun hofft das Rote Kreuz auf die mittlerweile neu angestoßenen Verhandlungen mit Kulturministerin Maggy Nagel. Dabei lote man zurzeit aus, ob nicht neben verschiedenen sozialen Diensten auch noch kulturelle Aktivitäten im Schloss beheimatet werden könnten, die gewisse Einnahmen generierten und auch eine großzügigere staatliche Beteiligung erlaubten. "Die Kernfrage bleibt, was angesichts des Denkmalschutzes zulässig ist. Die Anwort kann dabei wohl nur ein Kompromiss sein", so Michel Simonis. Mayrischs Erbe hätte ihn verdient...


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