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Schlammschlacht unter Kinobetreibern: "Caramba nicht benachteiligt"
Lokales 29.01.2016

Schlammschlacht unter Kinobetreibern: "Caramba nicht benachteiligt"

Das Cine Ariston in Esch/Alzette musste diesen Monat seinen Betrieb einstellen, nachdem der Betreiber Caramba in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

Schlammschlacht unter Kinobetreibern: "Caramba nicht benachteiligt"

Das Cine Ariston in Esch/Alzette musste diesen Monat seinen Betrieb einstellen, nachdem der Betreiber Caramba in finanzielle Schwierigkeiten geriet.
Foto: Guy Jallay
Lokales 29.01.2016

Schlammschlacht unter Kinobetreibern: "Caramba nicht benachteiligt"

Michel THIEL
Michel THIEL
Der Dachverband der luxemburgischen Regionalkinos wehrt sich gegen schwerwiegende Vorwürfe des Geschäftsführers der finanziell angeschlagenen Caramba-Gruppe.

(mth) - Der Dachverband der luxemburgischen Regionalkinos „Centre de diffusion et d'animation cinématographique“ (CDAC) wehrte sich am Freitag in einer Pressemitteilung gegen Vorwürfe, die am Donnerstag in einem Bericht von Radio 100,7 von Raymond Massard, dem Geschäftsführer der finanziell angeschlagenen Caramba-Gruppe erhoben worden waren.

Massard hatte in dem Bericht behauptet, dass sein Unternehmen bei der Vergabe staatlicher Subventionen vom Kulturministerium, beziehungsweise dem „Centre National de l'Audiovisuel“ (CNA), gegenüber seinem größten Konkurrenten Utopia S.A. benachteiligt worden sei. Das CNA verwaltet die Gelder für den Dachverband CDAC, der für mehrere Kinos zusammen Programmatik, Logistik und Werbung betreibt, um Kosten zu sparen.

Massard behauptet unter anderem, dass der Utopia-Hauptaktionär Joy Hoffmann und frühere Leiter der Kinoabteilung des CNA seine Stellung missbraucht habe, um Caramba den Zugang zu staatlichen Subventionen zu verwehren.

Der CDAC widerspricht dieser Darstellung jetzt: der CNA habe keinerlei Entscheidungsgewalt bezüglich der Subventionen und die Tatsache, dass Caramba dem Dachverband nicht beigetreten sei, habe Massard allein zu verantworten. Der Caramba-Chef musste im Januar seine beiden Kinos „Ariston“ und „Kinosch“ stilllegen, da er die Miete nicht mehr bezahlen konnte.


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Der Film steht im Vordergrund
„Zum Filmfan wird man schon in frühester Kindheit, und zwar nicht, weil man mit der Klasse während der Schulzeit in den dunklen Saal abkommandiert wird, sondern indem man freiwillig und in der Freizeit dort hingeht – und das geht nur, wenn man dafür begeistert wird“, sagt „Caramba“-Inhaber Raymond Massard. Und diese Begeisterung möchte er teilen.