Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schlagabtausch zwischen Schmit und Bausch
Lokales 01.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Schlagabtausch zwischen Schmit und Bausch

Straßenschäden nach dem Juni-Unwetter in Berdorf.

Schlagabtausch zwischen Schmit und Bausch

Straßenschäden nach dem Juni-Unwetter in Berdorf.
Foto: Anouk Antony
Lokales 01.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Schlagabtausch zwischen Schmit und Bausch

Jonathan PONCHON
Jonathan PONCHON
Mit einem emotionalen Facebook-Post beschwert sich Minister Nicolas Schmit (LSAP) über noch nicht abgeschlossene Straßenreparaturen im Müllerthal. Das Ministerium von Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) beschwichtigt.

Drei Ausrufezeichen und etliche Schreibfehler, verpackt in populistischen Aussagen. So lässt sich der Facebook-Post von Arbeitsminister Nicolas Schmit zusammenfassen, den er am Dienstagabend verfasst hat. Nach dem verheerenden Unwetter Anfang Juni im Müllerthal beschwerte sich der LSAP-Spitzenkandidat für den Osten und frühere Spitzendiplomat darüber, dass verschiedene Straßenschäden wie auf dem CR364 zwischen Berdorf und Echternach, von denen er einige Handyfotos veröffentlichte, nicht behoben wurden. Seinen Post beendete Schmit mit der Forderung: “Et muss eppes gescheien elo!”

Das Ministerium von Infrastrukturminister François Bausch sah sich genötigt, am Mittwochmorgen eine beschwichtigende Pressemitteilung zu veröffentlichen. Die Studien zum betreffenden Streckenabschnitt seien beendet und 95 Prozent der gesamten Reparaturmaßnahmen ohnehin beendet.

Der Minister zeigt sich "erstaunt und enttäuscht", wie dieser Auszug aus der offiziellen Meldung belegt, die am Mittwoch über den offiziellen Verteiler der Regierung verschickt wurde:

"De Minister fir nohalteg Entwécklung an Infrastruktur, François Bausch, ass erstaunt an enttäuscht iwwer Aussoen, déi vu verschiddener politescher Säit an de soziale Medien zu de Reparaturaarbechten no de schlëmme Schied am Mëllerdall gemaach gi sinn. Dës entspriechen net am Geréngsten der Realitéit. A Wierklechkeet huet d’Ponts et chaussées mat vollem Asaz an der Regioun geschafft. Au vu vun der Gravitéit vun de Schied an der enormer Onstabilitéit vun den Häng muss bei allen Aarbechten d’Sécherheet vun de Bierger am Mëttelpunkt stoen, an et dierfe keng abenteuerlech an oniwwerluechten Decisioune geholl ginn."



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach Unwettern: 4,6 Millionen Euro Schaden
Durch die Unwetter Anfang dieses Monats haben Betriebe Schaden in Höhe von mindestens 4,6 Millionen Euro erlitten. Dies ist einer provisorischen Bilanz des Wirtschaftsministeriums zu entnehmen.
Wieder war der Bach angeschwollen und wieder stand das gesamte Erdgeschoss des Hotel Cigalon unter Wasser. Die Einsatzkräfte pumpten den Keller leer und bauten Vorkehrungen für eine erneute Überflutung.
Berdorf schafft Ordnung
Infolge der Unwetter waren viele Wanderwege der Gemeinde stark beschädigt worden. Nun haben die Bürger mit angepackt, um ihr Wanderparadies schnellstmöglich wieder in Schuss zu bringen.
Das Holz von zerstörten Brücken und Treppen musste aus dem Wald entfernt werden.