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Schifflinger Waldweg: Ärger mit Schotter
Lokales 3 20.08.2020

Schifflinger Waldweg: Ärger mit Schotter

Was auf den ersten Blick schön aussieht, kann sich für Radfahrer im Falle eines Sturzes schnell als unangenehm herausstellen.

Schifflinger Waldweg: Ärger mit Schotter

Was auf den ersten Blick schön aussieht, kann sich für Radfahrer im Falle eines Sturzes schnell als unangenehm herausstellen.
Fotos: Luc Ewen
Lokales 3 20.08.2020

Schifflinger Waldweg: Ärger mit Schotter

Luc EWEN
Luc EWEN
Einige steinige Angelegenheit erhitzte dieser Tage in Schifflingen die Gemüter.

Der bei Spaziergängern und Radfahrern beliebte Waldweg, der ab der Rue de la Forêt rund um Schifflingen führt, ist dieser Tage Gesprächsthema in den sozialen Netzwerken. 

Der Weg, der sich in einem schlechten Zustand befand, hat einen neuen Belag erhalten. Dieser kommt aber nicht bei jedem gut an. 


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„Ich war am Montagmorgen vor Ort, um zu sehen, ob die Arbeiten abgeschlossen sind und ich muss sagen, dass ich mich gewundert habe“, sagt der Schifflinger Schöffe Albert Kalmes. 

„Ich habe danach gleich bei unseren Gemeindediensten nachgefragt, ob der Weg denn fertig sei und in diesem Zustand bleibe.“ Die Antwort war: „Ja.“ 

Was war geschehen? 

Üblicherweise wurden vergleichbare Waldwege in der Gemeinde Schifflingen bisher stets mit einer Art Beton belegt. Dieser Belag erlaubt eine Nutzung sowohl als Wander- wie auch als Radweg. 

Der Weg beginnt beim Wendehammer am Ende der Waldstraße in Schifflingen und führt dann rund um den Ort.
Der Weg beginnt beim Wendehammer am Ende der Waldstraße in Schifflingen und führt dann rund um den Ort.
Foto: Luc Ewen

In diesem Fall wurde aber eine Art Asphalt, der anschließend mit Schottersteinen überzogen wurde, verwendet. 


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Dies hat zur Folge, dass Radfahrer, die etwa mit Rennrädern unterwegs sind, seit dieser Woche nur noch schwerlich diesen Weg nutzen können. Die dünnen Räder finden im frisch gestreuten Schotter keinen Halt. 

Hinzu kommt, dass der Schotter im Falle eines Sturzes Schürfverletzungen verursachen kann. Was den eingangs erwähnten Unmut in sozialen Netzwerken zur Folge hatte. 

Dort berichten auch Anwohner, die den Weg bisher gerne nutzten, um ihre Hunde auszuführen, dass die Vierbeiner die spitzen Schottersteine ebenfalls nicht zu schätzen wissen. 

„Auch mit einem Rollator kann man den Weg nun noch kaum nutzen“, so Albert Kalmes. 

 Der Schöffe, der derzeit ferienbedingt den Bürgermeister vertritt, fügt aber gleich hinzu, dass die Arbeiten nicht von der Gemeinde durchgeführt wurden. Die technischen Dienste der Landwirtschaftsverwaltung (ASTA) hätten das Projekt mitfinanziert, geplant und durchgeführt. 

Zwar sei der Belag jetzt in einem besseren Zustand als vorher, nur sei der Weg aufgrund des neuen Schotters für manche bisherigen Nutzer nun einfach nicht mehr attraktiv. 

Der Schöffenrat will sich nun mit allen Beteiligten beraten und in seiner Sitzung kommende Woche entscheiden, ob der Belag so bleiben wird oder nicht. 


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