Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schifflingen: Ein Blick ins verlassene ArcelorMittal-Werk
Lokales 19 08.02.2016

Schifflingen: Ein Blick ins verlassene ArcelorMittal-Werk

Lokales 19 08.02.2016

Schifflingen: Ein Blick ins verlassene ArcelorMittal-Werk

Kerstin SMIRR
Kerstin SMIRR
Seit fünf Jahren steht das Stahlwerk von ArcelorMittal in Schifflingen still. LW-Fotograf Lex Kleren hat sich auf dem Gelände umgesehen.

(ks) - Seit 2011 steht das Schifflinger ArcelorMittal-Werk still. Dass hier einmal wieder Stahl produziert wird, ist unwahrscheinlich. Zwar hat der Stahlgigant bisher nicht offiziell verkündet, dass er die Produktion nicht mehr ans Laufen bringen wird. Doch angesichts der Stahlkrise dürfte dies keine Option sein. Seitdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass die Entwicklungsgesellschaft Agora alternative Lösungen für den Standort suchen soll, ist das definitive Aus des 2011 "zeitweilig" geschlossenen Werks sicher. 

Doch was machen fünf Jahre Stillstand mit einem großen Stahlwerk? Lex Kleren, Fotograf beim "Luxemburger Wort", hat sich in den vergangenen Tagen in der großen Halle und auf dem Gelände umgesehen. Aufgefallen ist ihm dabei die enorme Ruhe in diesem verlassenen Werk.

Mehrere hundert Arbeiter waren hier einst tätig. Sie wurden versetzt oder sind in den Ruhestand gegangen. Allein rund 15 Mitarbeiter sind heute noch hier im Einsatz, um für die Sicherheit des Werks zu sorgen. Noch habe die Natur sich den Ort nicht vollständig zurückerobert, meint Lex Kleren. Doch sei dies nur eine Frage der Zeit.

Auch wenn sich hier in Zukunft Unternehmen ansiedeln und Geschäfte sowie Wohnungen entstehen könnten, ist es bis dahin noch ein langer Weg. Frühestens in zwei Jahren soll klar sein, ob dies technisch möglich und finanziell überhaupt rentabel ist. Zudem dürfte der Boden des Geländes nach der Industrienutzung belastet sein. Eine Sanierung, die Zeit kostet, wäre nötig.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema