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Schießerei in Remich: Verdächtiger auf Most-Wanted-Liste
Lokales 2 Min. 09.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Schießerei in Remich: Verdächtiger auf Most-Wanted-Liste

Aldo Iamandi wird vom Luxemburger Fugitive Active Search Team gesucht.

Schießerei in Remich: Verdächtiger auf Most-Wanted-Liste

Aldo Iamandi wird vom Luxemburger Fugitive Active Search Team gesucht.
Screenshot: mostwanted.eu
Lokales 2 Min. 09.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Schießerei in Remich: Verdächtiger auf Most-Wanted-Liste

Aldo Iamandi wird verdächtigt, im November in Remich einen Mann angeschossen zu haben. Nun zählt der Albaner zu den meistgesuchten Personen.

(SH) - Die Luxemburger Polizei hat eine weitere Person auf die Liste der meistgesuchten Personen Europas gesetzt: Aldo Iamandi.

Der 30-jährige Albaner wird wegen versuchten Mordes sowie illegalem Handel mit Waffen, Munition und Sprengstoff gesucht. Wie der EU-Most-Wanted-Webseite weiter zu entnehmen ist, wird Aldo Iamandi verdächtigt, am 24. November vergangenen Jahres gegen 22.30 Uhr eine Person nahe der Grenzbrücke in Remich angeschossen zu haben. Das Opfer war bei dem Angriff schwer am Bein verletzt worden und musste im Krankenhaus behandelt werden. Lebensgefahr bestand laut Angaben der Polizei allerdings nicht.


In der Nacht von Samstag auf Sonntag verursachten drei alkoholisierte Fahrer Unfälle auf Luxemburgs Straßen. (Archivfoto)
Zeugenaufruf: Mann in Remich angeschossen
Gegen 23 Uhr wurde in der Nähe der Grenzbrücke von Remich ein Mann angeschossen.

Der Täter hatte unterdessen gleich nach dem Angriff die Flucht ergriffen und konnte bisher nicht aufgegriffen werden. Am 11. Februar dieses Jahres wurden europäische und internationale Haftbefehle gegen Aldo Iamandi ausgesprochen. Der Gesuchte ist 1,75 bis 1,80 Meter groß und spricht albanisch. Er könnte immer noch in Besitz jener Waffe sein, die am 24. November in Remich zum Einsatz gekommen war.

Hinweise zum Aufenthaltsort des Verdächtigen – auch in anonymer Form – nimmt das Luxemburger Fugitive Active Search Team per E-Mail an fast.lux@police.etat.lu oder über die Webseite www.eumostwanted.eu entgegen.

Neben Aldo Iamandi befindet sich mit Yeon Choy Teoh eine weitere Person auf der europäischen Liste der meistgesuchten Verbrecher. Bei dem 57-Jährigen handelt es sich um einen mutmaßlichen Auftragsmörder der chinesischen Triaden, der 2003 an einer Schutzgelderpressung in Mamer beteiligt war. Nachdem er 2008 zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, war er untergetaucht.

Mehrere Fahndungserfolge

In den vergangenen Monaten konnten die Luxemburger Zielfahnder gleich mehrere Erfolge verbuchen. Im August vergangenen Jahres konnte Jean-Marc Sirichai Kiesch nach einer 16-jährigen Flucht in Spanien gefasst werden. Er war nach einem Raubüberfall mit Todesfolge im Januar 1999 in Eppeldorf zu einer 20-jährigen Freiheitsstrafe, davon fünf auf Bewährung, verurteilt worden, bei seinem ersten Hafturlaub aber untergetaucht. 


Eigentlich scheint es, als wäre die europäische Strafverfolgungsordnung schon fast überreguliert. Die Praxis stellt die Behörden aber oft vor Hindernisse.
Fall Kiesch und andere: Im Kampf gegen unsichtbare Grenzen
Wenn es darum geht, Täter ihrer Strafe zuführen, bleiben internationale Kompetenzkonflikte nicht aus. Manchmal hilft nur der kleine Dienstweg.

Ein in Abwesenheit wegen eines Sexualdelikts verurteilter Mann hatte sich unterdessen im Oktober gestellt – ein paar Tage nachdem über die Most-Wanted-Liste nach ihm gefahndet worden war. Gegen das Urteil legte er Opposition ein, das Verfahren steht noch aus. In der vergangenen Woche konnte unterdessen der mutmaßliche Kopf einer Keyless-Go-Diebesbande festgenommen werden.

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