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Schieren: Bleibt ein Teil der Römervilla?
Lokales 07.04.2015

Schieren: Bleibt ein Teil der Römervilla?

Noch bis Sommer 2016 werden die Grabungen in Schieren wohl laufen.

Schieren: Bleibt ein Teil der Römervilla?

Noch bis Sommer 2016 werden die Grabungen in Schieren wohl laufen.
Foto: John Lamberty
Lokales 07.04.2015

Schieren: Bleibt ein Teil der Römervilla?

Bis zum Sommer 2016 laufen die archäologischen Grabungen an der B7 bei Schieren. Doch auch wenn die Umgehungsstraße ausgebaut wird, könnte ein Teil der antiken Römervilla für kulturtouristische Zwecke erhalten bleiben, wie Kulturministerin Maggy Nagel hofft.

(jl) - Noch voraussichtlich bis zum Sommer 2016 dürften die archäologischen Grabungen am Standort der freigelegten Römervilla entlang der B7 oberhalb von Schieren laufen, ehe die Straßenbauverwaltung zum vierspurigen Ausbau der Umgehungsstraße ansetzt. Ein Teil der antiken Stätte könnte allerdings auch dann für kulturhistorische Zwecke bewahrt bleiben, wie Ressortministerin Maggy Nagel nun in Erwägung zieht.

Lohnen könnte sich eine Aufwertung jenes Teils des Römervillenareals, das außerhalb der Straßenausbaustrecke liegt, nicht zuletzt aufgrund der außergewöhnlichen Wandmalereien, die zuletzt vor Ort entdeckt wurden.

Eine Frage der budgetären Möglichkeiten

Ob es zu einer kulturtouristischen Erschließung kommt, ist allerdings noch nicht beschlossen, wie Maggy Nagel unterstreicht. Es dürfte vor allem eine Frage der budgetären Mittel sein. Für die Grabungen in Schieren, die seit Herbst 2013 laufen, stehen bislang 750.000 Euro bereit.

Die gallo-römische Villa an der B7 könnte laut "Centre national de recherche archéologique" die erste ihrer Art sein, die hierzulande in Gänze archäologisch ergraben wurde, d.h. sowohl das Haupthaus (pars urbana) als auch der Gutshof mit den Wirtschaftsgebäuden (pars rustica).

Sollte kein Teil der Römervilla für touristische Zwecke genutzt werden können, so werde man die Stätte fachgerecht unter der Erde konservieren und als "réserve archéologique" für kommende Generationen bewahren, so Kulturministerin Nagel.


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