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Schiefergasgewinnung in Luxemburg: Eine neue mögliche Energiequelle?
Lokales 2 Min. 29.10.2012 Aus unserem online-Archiv

Schiefergasgewinnung in Luxemburg: Eine neue mögliche Energiequelle?

Im Kielwasser der an der Uni Luxemburg stattgefunden Konferenz „Shale Gas – a Solution to EU's Engergy Problems?“ gab es in Luxemburg eine kurze politische Auseinandersetzung über das Für und Wider des Schiefergases.

Schiefergasgewinnung in Luxemburg: Eine neue mögliche Energiequelle?

Im Kielwasser der an der Uni Luxemburg stattgefunden Konferenz „Shale Gas – a Solution to EU's Engergy Problems?“ gab es in Luxemburg eine kurze politische Auseinandersetzung über das Für und Wider des Schiefergases.
Grafik: Romain Meyer
Lokales 2 Min. 29.10.2012 Aus unserem online-Archiv

Schiefergasgewinnung in Luxemburg: Eine neue mögliche Energiequelle?

Das Thema „Schiefergas“ als mögliche Energiequelle ist in letzter Zeit in den Blickpunkt der Luxemburger Politik geraten und in den Medien ansatzweise diskutiert worden. Dieser Artikel soll mit fundiertem geologischen Wissen einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten.

Von Romain Meyer*

Das Thema „Schiefergas“ als mögliche Energiequelle ist in letzter Zeit in den Blickpunkt der Luxemburger Politik geraten und in den Medien ansatzweise diskutiert worden. Dieser Artikel soll mit fundiertem geologischen Wissen einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten.

Im Kielwasser der an der Uni Luxemburg stattgefunden Konferenz „Shale Gas – a Solution to EU's Engergy Problems?“ gab es in Luxemburg eine kurze politische Auseinandersetzung über das Für und Wider des Schiefergases.

Auf der Konferenz stand jedoch nicht Luxemburg im Zentrum der Diskussion, sondern inwieweit es in Europa möglich wäre, es den USA gleichzutun und auch im großen Stil Erdgas aus dem vorhandenen Ölschiefer zu gewinnen. Dies erklärt, warum Polen als Land, welches enormes Potential für sich sieht, mit dieser Konferenz in Luxemburg für die Schiefergasgewinnung Werbung gemacht und Investoren gesucht hat.

Die großflächige Gewinnung von Schiefergas in den USA hat das Land zum weltweit größten Erdgasproduzenten gemacht. Dies hatte weitreichende Auswirkungen auch auf die Volkswirtschaft und den Energiesektor an sich.

Für Luxemburg scheint es ebenfalls attraktiv zu sein, sich nun um die eigene geologische Ressource zu kümmern. Dies verbindet sich offensichtlich nach amerikanischem Vorbild mit der Vorstellung, dass es sich beim Schiefergas um eine reelle und auch in kurzer Zeit einfach zu verwirklichende Chance für Luxemburg handelt.

Lagerstätte zwischen Bettemburg und Petingen?

Auch in der luxemburgischen geologischen Abfolge befindet sich eine Gesteinsart, welche die organisch geochemischen Eigenschaften besitzt, um als potentielle Lagerstätte bezeichnet zu werden. Es handelt sich hierbei um einen rund 180 Millionen Jahre alten marinen Tonstein, welcher sich 50 Meter dick von Bettemburg bis Petingen erstreckt (siehe Abb C). Erste geochemische Untersuchungen zeigen, dass die unteren zehn Meter als Ölschiefer bezeichnet werden können und einen ökonomisch interessanten organischen Kohlenstoffgehalt besitzen.

Die Entstehung dieses Gesteins ist nachweislich mit einer globalen marinen Temperaturerhöhung einhergegangen. Geochemische Untersuchungen dieser Gesteine sind somit nicht nur auf den Rohstoff begrenzt, sondern geben ebenfalls Aufschluss auf marine Prozesse während eines Klimawandels. Dies würde wichtige Informationen für den stattfindenden Klimawandel liefern.

Achtung: Den kompletten Artikel können Sie auf der Campus-Seite des Luxemburger Wort lesen.

* Dr. Romain Meyer ist „Post Doktor“ am „Centre for Geobiology“ der Universität Bergen in Norwegen. Seine E-Mail: romain.meyer@geo.uib.no