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Sauber durch UV-Bestrahlung
Lokales 13.01.2020

Sauber durch UV-Bestrahlung

Chlor, UV-Strahlung, Aktivkohle und Ozon sind die Mittel der Wahl um keimfreies Trinkwasser zu erhalten.

Sauber durch UV-Bestrahlung

Chlor, UV-Strahlung, Aktivkohle und Ozon sind die Mittel der Wahl um keimfreies Trinkwasser zu erhalten.
Guy Jallay
Lokales 13.01.2020

Sauber durch UV-Bestrahlung

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Modernste Technik reinigt das Trinkwasser im neuen Behälter in Eschdorf. Dabei kann auf Chlor verzichtet werden.

Um Abwässer zu reinigen oder Trinkwasser sauber zu halten, bedienen sich die zuständigen Dienste verschiedener Technologien. Am bekanntesten dürfte wohl das Chlorieren sein, das dem Trinkwasser einen charakteristischen Geruch verleiht und es zugleich keimfrei hält. Kann man statt des Chlors nicht ultraviolette Strahlen einsetzen, um das gleiche Ziel zu erreichen? Der DP-Abgeordnete Gusty Graas will dies im Zuge einer parlamentarischen Frage erfahren, dies mit Verweis auf deutsche Studien.

80 UV-Anlagen

In Luxemburg werden zurzeit 80 solcher UV-Anlagen betrieben, entweder in Trinkwasserbehältern oder aber direkt an der Quellfassung, so Umweltministerin Carole Dieschbourg. Bei der Klärung der Abwässer wird diese Technik hingegen nicht eingesetzt. Die gereinigten Abwässer, die die Kläranlage verlassen, müssen ohnehin nur keimfrei sein, falls sie sich in ein Trinkwasserschutzgebiet ergießen. In Luxemburg benutzen die großen kommunalen Kläranlagen zu diesem Zwecke entweder die Ozongasbehandlung oder sie setzen Aktivkohle als Filter ein. Beide Methoden erreichen einen hohen Wirkungsgrad, was die mikrobielle Belastung betrifft.


7.9. Gemeindeillustrationen / Gemeinde Esch-sur-Sure / Esch-Sauer / Stausee / Foto:Guy Jallay
Der Stausee unter der Lupe
Landwirtschaft, Erosion und die Überläufe der Kläranlagen belasten das größte nationale Trinkwasserreservoir mit Nährstoffen. Wer welchen Anteil hat, daran scheiden sich die Geister.

Pilotprojekt in Heiderscheidergrund

Allerdings wird laut der Umweltministerin demnächst ein Pilotprojekt an der Kläranlage in Heiderscheidergrund anlaufen. Dort soll eine kombinierte Reinigung mit chemischen Substanzen und UV-Strahlen erfolgen. Auf diese Weise sollen ebenfalls Mikropartikel aus dem Abwasser gefiltert werden.

Anders sieht es hingegen bei der Trinkwasseraufbereitung aus. Hier werden UV-Strahlen nur dann eingesetzt, um bereits verunreinigtes Wasser kurzfristig zu säubern. Im Gegensatz zum Chlor besteht kein Risiko, dass andere chemische Verbindungen entstehen können. Allerdings hat Chlor den Vorteil, dass das gesamte Wassernetzwerk durch das es fließt, gesäubert wird. Chlor garantiert also ein einwandfreies Produkt bis zum Hahn des Konsumenten. Im Falle der neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage in Eschdorf wird das Trinkwassersyndikat Sebes allerdings UV-Strahlen anstelle von Chlor einsetzen. Dies ist möglich, weil zusätzlich Membranfilter eingesetzt werden und sich das Kanalsystem der SEBES in einem einwandfreien Zustand befindet.


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