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Sassenheim: Nachbarn stärken Nachbarn
Lokales 2 Min. 01.04.2020

Sassenheim: Nachbarn stärken Nachbarn

Unter anderem in der Epicerie solidaire in Zolver werden die Einkäufe betätigt.

Sassenheim: Nachbarn stärken Nachbarn

Unter anderem in der Epicerie solidaire in Zolver werden die Einkäufe betätigt.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 01.04.2020

Sassenheim: Nachbarn stärken Nachbarn

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
Gemeinde Sassenheim führt Dienstleistung „Solidarité+“ für ihre älteren und schwachen Mitbürger ein.

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus sind die Menschen aktuell dazu angehalten, soziale Kontakte weitestgehend zu vermeiden. Gleichzeitig aber rücken sie – im übertragenen Sinn – vielerorts wieder enger zusammen, unterstützen und helfen sich gegenseitig. Um ihren älteren und schwächeren Mitbürgern in Zeiten der Corona-Krise unter die Arme zu greifen, bietet auch die Gemeinde Sassenheim inzwischen eine neue Dienstleistung an. 

„Solidarité+“ nennt sich die Aktion, die vor zwei Wochen, kurz nachdem in Luxemburg wegen des Covid-19-Virus der Notstand verhängt wurde, von den Sassenheimer Gemeindeverantwortlichen ins Leben gerufen wurde. Bereits seit Längerem funktioniert in der Kommune der Dienst ,Senior+'. 

Angelehnt an dieses Model und mit Hilfe der dafür zuständigen Sozialarbeiterin, wurde die neue Dienstleistung „Solidarité+“ auf die Beine gestellt.

Risikogruppe schützen 

„Bei der Aktion ,Senior+' handelt es sich um ein Hilfsangebot für Senioren. Eine Sozialarbeiterin, die von der Gemeinde eingestellt ist, betreut und unterstützt in diesem Zusammenhang sowohl die Bewohner des Altersheim „CIPA Résidence Op der Waassertrap” in Beles, als auch die älteren und hilfsbedürftigen Menschen, die auf Sassenheimer Gemeindegebiet alleine zu Hause leben“, erklärt Schöffin Simone Asselborn-Bintz. 

Mit der Aktion „Solidarité+“ wird sich ebenfalls an diese Zielgruppe gerichtet. Um sie vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, erledigt ein Arbeitsteam, das seitens der Gemeindeverantwortlichen zusammengestellt wurde, seit zwei Wochen die Einkäufe für Menschen ab 65 Jahren sowie für kranke Mitbürger. Das Team setzt sich zusammen aus rund 30 Helfern, darunter vorwiegend Mitarbeiter der Maison relais. 

Lokalen Handel unterstützen 

„Um die kleinen Geschäfte und Einzelhändler zu unterstützen, wird zum großen Teil in den lokalen Läden eingekauft, wie zum Beispiel in der Epicerie solidaire „Eis Epicerie“ in Zolver. 

Auch werden Medikamente in den Apotheken in der Gemeinde abgeholt und falls gewünscht, werden die Hunde der Senioren ausgeführt“, betont die Schöffin. Allein in den ersten Tagen, nachdem die Aktion „Solidarité+“ gestartet wurde, haben rund 60 Leute auf das Hilfsangebot zurückgegriffen. 

Über eine eigens dafür eingerichtet Telefonnummer, sollen Interessierte morgens ihre Bestellungen aufgeben. Diese werden von den dafür zuständigen Mitarbeitern verarbeitet und an die jeweiligen Geschäfte weitergeleitet. Noch am selben Tag werden die Besorgungen zu den Leuten nach Hause gebracht. 

Unterstützung für Kinder

„Selbstverständlich wird sich seitens der Mitarbeiter streng an die Schutzmaßnahmen gehalten. Sie tragen Atemmasken und Handschuhe. Im Übrigen lassen die Ladenbetreiber die Kassenzettel der Gemeindeverwaltung zukommen. Diese wiederum leitet sie weiter an die Privathaushalte“, schildert Simone Asselborn-Bintz.


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Unterstützung gebe es zudem auch für die Kinder in der Kommune, sagt die Schöffin. Erzieher würden den Familien Bastelarbeiten zuschicken und sie via E-Mail mit Erzählungen versorgen, die sie für die Kinder auf YouTube hochgeladen haben. Auch würden bereits Projekte für nach der Krise ausgearbeitet werden.

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