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Sassenheim bleibt bei seinem "Nein"
Lokales 2 Min. 04.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Umgehungsstraße von Niederkerschen

Sassenheim bleibt bei seinem "Nein"

Sassenheim beilbt bei seinem "No way" zur Umgehungsstraße.
Umgehungsstraße von Niederkerschen

Sassenheim bleibt bei seinem "Nein"

Sassenheim beilbt bei seinem "No way" zur Umgehungsstraße.
Foto: Tania Feller
Lokales 2 Min. 04.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Umgehungsstraße von Niederkerschen

Sassenheim bleibt bei seinem "Nein"

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Sassenheim wehrt sich weiterhin gegen den Bau einer Umgehungsstraße von Niederkerschen. In seinem Gutachten sprach sich der Gemeinderat am Montag für die Nullvariante aus.

(na) - "Die Nullvariante ist die vernünftigste Variante", betonte Bürgermeister Georges Engel am Montag während der Gemeinderatssitzung. Es sei die, für die sich der Sassenheimer Schöffenrat einsetzen werde.

Gestärkt wurde er darin von allen Parteien, denn das Gutachten, das die Gemeinde zum Umgehungsstraßenprojekt einreicht, wurde einstimmig angenommen.

Alte Fehler mit neuen Fehler korrigieren

Vor fast genau zwei Jahren, im Juli 2014, hatten Sassenheimer Bürger gegen die Umgehungsstraße protestiert.
Vor fast genau zwei Jahren, im Juli 2014, hatten Sassenheimer Bürger gegen die Umgehungsstraße protestiert.
Foto: Tania Feller

Eingehend hatte Georges Engel erklärt, dass er sich sehr wohl bewusst sei, dass Niederkerschen stark unter dem vielen Verkehr leide. Doch um diesen - und mit ihm die hohen Stickstoffdioxidwerte - zu mindern, stelle nicht eine neue Straße die Lösung dar.

Oder wie es Jos Piscitelli (LSAP) es ausdrückte, man könne nicht "mit einem weiteren Fehler, probieren, Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren".

Alternative Maßnahmen

Im Rahmen der Konsultationen zu den sektiorellen Leitplänen hatte es in Sassenheim 4468 Reklamationen in Zusammenhang mit der geplanten Umgehungsstraße gegeben.
Im Rahmen der Konsultationen zu den sektiorellen Leitplänen hatte es in Sassenheim 4468 Reklamationen in Zusammenhang mit der geplanten Umgehungsstraße gegeben.
Foto: Tania Feller

Anstelle einer Umgehungsstraße, schlägt die Sassenheimer Gemeinde in ihrem Gutachten eine Reihe von Maßnahmen für die N5 in Niederkerschen vor. Diese reichen von einer Tempo-30-Reglung, über einer Verbannung der Lastkraftwagen, bis zur Förderung von Elektromobilität.

Auch dürfe die Industriezone in Niederkerschen nicht noch weiter ausgebaut werden, so Engel. Weiter kritisierte er die Anschlüsse der Umgehungsstraße, auf der einen Seite an die A13 und auf der anderen Seite vor Dippach, die wiederum neue Probleme mit sich bringen würden.

Natura 2000 Zone als Trumpfkarte

Immer wieder wurde auch unterstrichen, dass die Natura 2000-Zone erhalten bleiben müsste. Der Wald werde als Naherholungsgebiet von vielen Einwohnern benutzt, so Nathalie Morgenthaler (CSV).

Die Natura 2000 Zone sei das juristisch beste Argument gegen die Straße, schätzte ihrerseits Patricia Arendt (Déi Lénk) ein.

Falls keine Nullvariante, dann Variante drei

Die drei baulichen Varianten im Überblick. Als vierte Variante gilt die sogenannte "Null-"Variante, nach der keine neue Umgehungsstraße gebaut würde. In Sassenheim wird diese Variante bevorzugt. In Käerjeng gilt die Variante 1 als die bessere und die Variante 2 als Kompromisslösung.
Die drei baulichen Varianten im Überblick. Als vierte Variante gilt die sogenannte "Null-"Variante, nach der keine neue Umgehungsstraße gebaut würde. In Sassenheim wird diese Variante bevorzugt. In Käerjeng gilt die Variante 1 als die bessere und die Variante 2 als Kompromisslösung.
Grafik: MDDI

Sollte trotz dem Protest der Sassenheimer Gemeinde eine Umgehungsstraße gebaut werden, sei die Variante 3, die "weniger schlimmere". Die Varianten 1 und 2 seien "auszuschließen" wobei zwischen beiden "Variante 1 die Schlimmere für Sassenheim sei", so Engel. 

Variante 3 als Erschließungsstraße sehen

In diesem Zusammenhang forderte Georges Engel, dass die Variante 3 nicht nur als Schnellstraße mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h geprüft werde. Sondern sie solle auch als Erschließungsstraße (mit Tempo 50) von zukünftigen Entwicklungsgebieten der Gemeinde Käerjeng betrachtet werden.

Kürzlich hatte sich der Gemeinderat Käerjeng bekanntlich für Variante 2 ausgesprochen, die er als Kompromisslösung sieht. Nun liegt der Ball beim Nachhaltigkeitsminister François Bausch. 




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