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Santé gibt Ratschläge gegen Bronchiolitis
Lokales 2 Min. 22.11.2022
Infektionswelle

Santé gibt Ratschläge gegen Bronchiolitis

Vor dem Füttern oder Stillen sollte man sich unbedingt die Hände gründlich waschen oder desinfizieren.
Infektionswelle

Santé gibt Ratschläge gegen Bronchiolitis

Vor dem Füttern oder Stillen sollte man sich unbedingt die Hände gründlich waschen oder desinfizieren.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 22.11.2022
Infektionswelle

Santé gibt Ratschläge gegen Bronchiolitis

Das Gesundheitsministerium verrät, wie man sein Baby schützen kann und bei welchen Symptomen man einen Arzt aufsuchen sollte.

(TJ) – Wegen der aktuell grassierenden Bronchiolitis-Welle gibt das Gesundheitsministerium einige wichtige Ratschläge an Eltern und Erziehungsberechtigte. Die Erkrankung der Atemwege wird vom Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) hervorgerufen und stellt besonders für Säuglinge und sehr kleine Kinder eine potenzielle Gefahr dar. Die Krankheit befällt die kleinen Verästelungen der Lungen, auch noch Bronchiolen genannt. Da diese bei sehr kleinen Kindern noch nicht richtig ausgebildet sind, neigen sie dazu, zu verstopfen. Das kann zu Sauerstoffmangel und schlimmstenfalls Atmungsaussetzern führen. Vergangene Woche hatten Kinderärzte bereits wegen der sich häufenden Fälle Alarm geschlagen. Spezifische Medikamente gibt es keine, Antibiotika helfen ebenfalls nicht.

Je jünger der Patient ist, umso größer ist das Risiko für schwere Verläufe. Ab dem Alter von zwei Jahren haben die meisten Kinder Antikörper gegen das Virus ausgebildet und die Infektion verläuft in der Regel harmlos.

RSV überträgt sich ähnlich die das Corona-Virus, aus diesem Grund sind auch die Empfehlungen ähnlich.

Ratschläge zur Vorbeugung

  • Vor einem Kontakt mit einem Säugling, vor dem Stillen und Füttern und nach dem Nase putzen, sollten Erwachsene sich 30 Sekunden lang die Hände gründlich waschen und gegebenenfalls mit einem hydroalkoholischen Gel desinfizieren.
  • Spielzeug und Kuscheltiere sollten regelmäßig gewaschen werden. Spielzeug und Babyflaschen sollten nicht geteilt werden.
  • Vor dem Alter von drei Monaten sollten Kinder nicht in einen Kinderhort gegeben werden.
  • Schlafzimmer regelmäßig lüften und die Kinder nicht dem Rauch von Zigaretten aussetzen.
  • Muttermilch enthält Antikörper. Daher ist Stillen bis zum 6. Monat (idealerweise bis zum zweiten Lebensjahr) empfohlen.
  • Kontakte mit anderen Kindern sollten eingeschränkt werden.
  • Beim Besuch von Erwachsenen wird das Tragen einer Schutzmaske empfohlen, wenn diese sich dem Säugling auf weniger als zwei Meter nähern. Masken sollten in jedem Fall von verschnupften Personen getragen werden.

In diesen Fällen sollte man einen Arzt aufsuchen:

  • Das Baby atmet schnell, dabei bläht sich der Bauch auf und die Rippen treten hervor. Manchmal ist das Atmen von Pfeifgeräuschen begleitet.
  • Der Säugling trinkt nicht oder saugt nicht an der Brust, weil er zu müde ist.
  • Das Kind schläft übertrieben viel und weist dabei eine starke und von Geräuschen begleitete Atmung auf.
  • Schon bei leichten Symptomen ist Vorsicht geboten bei Babys, die unter sechs Wochen alt sind (bei Frühgeburten: unter drei Monate).

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