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Santé: Gesichtsmasken bedingt zu empfehlen
Lokales 2 Min. 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Santé: Gesichtsmasken bedingt zu empfehlen

Chirurgischer Mundschutz schützt Träger nicht vor Infektion.

Santé: Gesichtsmasken bedingt zu empfehlen

Chirurgischer Mundschutz schützt Träger nicht vor Infektion.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Santé: Gesichtsmasken bedingt zu empfehlen

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
Die Gesundheitsbehörde rät nur in bestimmten Fällen zum Tragen von selbstgemachten Masken. Vorrangig ist weiterhin Abstand halten und Hände waschen.

In einem Schreiben geht die Gesundheitsbehörde näher auf den Nutzen und den Gebrauch von Gesichtsmasken ein. Unterschieden werde dabei zwischen medizinischem Arbeitsschutz (Chirurgische Masken, FFP2-Masken) und selbstgemachten Alternativmasken. Die ersteren seien weiterhin ausschließlich für medizinisches Personal bestimmt. Auch weil es in den kommenden Wochen wohl noch immer zu Lieferengpässen kommen würde, sind diese Masken nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht.

Zudem wies die Behörde noch einmal daraufhin, dass auch ein medizinischer Mundnasenschutz nicht vor einer Virus-Infektion schützt, sondern lediglich die Übertragung des Trägers auf andere erschwere. So sollten chirurgische Masken vor allem im Umgang mit Risikogruppen getragen werden, um diese zu schützen. 

Schutz gegen eine Virus-Infektion bieten allein Masken der Schutzklasse FFP 2-FFP3, die weiterhin dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben.

Das Gesundheitsministerium geht auch näher auf sogenannte "alternative Gesichtsmasken" ein. Zurzeit gebe es viele Initiativen im Land, die diese nicht-medizinischen Masken herstellen würden. Diese Initiativen würden grundsätzlich von der Regierung begrüßt. Der Schutz durch diese Masken sei jedoch begrenzt, da es bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für ihre Wirksamkeit gebe. Die Gefahr bestehe, dass sie ein falsches Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung wecken könnten, so die Behörde weiter.


Lokales, Corona-Virus, Stéphanie Damm-Krauss näht Stoffmasken mit ihrer Tochter Charlie, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
Schutzmasken in Handarbeit
Stéphanie Damm-Kraus nähte bislang mehr als 50 sogenannte chirurgische Gesichtsmasken für Krankenhauspersonal. Weitere sollen folgen.

Sinnvoll seien die "alternativen Masken" vor allem, wenn man sich schon krank fühle oder an Orten, an denen die Wahrung des sozialen Abstands schwerfalle - wie etwa beim Einkaufen. Zumal eine COVID-Erkrankung häufig asymptomatisch verlaufen könnte.

Durch das Tragen dieser Masken entstehe eine physische Schutzbarriere, die eine Virusübertragung weiter erschwere.

"Alternative Masken" können also im besten Fall eine sinnvolle Ergänzung zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen sein. Diese sind nach wie vor: Zuhause bleiben, Abstand halten und sich regelmäßig die Hände waschen.

  

 

 




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