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Sanierungsarbeiten auf der A1: Wasserbillig: Lifting für Autobahn-Brücke
Lokales 10 2 Min. 21.11.2014

Sanierungsarbeiten auf der A1: Wasserbillig: Lifting für Autobahn-Brücke

Wer zurzeit auf der A1 den Grenzübergang an der „Aire de Wasserbillig“ überquert, muss im Berufsverkehr morgens und abends Staus 
in Kauf nehmen. Der Grund dafür sind die Sanierungsarbeiten am „Viaduc de 
la Sernigerbaach“. Wir haben uns vor Ort umgesehen.

(asc) - Über den 605 Meter langen „Viaduc de la Sernigerbaach“ auf der A1, der mit seinen 64 Metern einer der höchsten Brücke des Landes ist, rollen täglich bis zu 25.000 Fahrzeuge. Damit ist sie zwar nicht die meist befahrene Brücke und dennoch wurde die Struktur des Bauwerks über die Jahre durch den vielen Verkehr in Mitleidenschaft gezogen.

Vor einigen Jahren wurden bei einer Inspektion Schäden im Fahrbelag sowie Stegbeulen in den Stahlträgern der Brücke festgestellt.

Ries: „Stabilität der Brücke
ist garantiert“

Eine Brücke arbeitet, ist der Witterung ausgesetzt und so ist es mit der Zeit normal, dass leichte Ermüdungerscheinungen auftreten. Wenn solche Schäden – wie in diesem Fall – in einem frühen Stadium behoben werden, besteht kein Sicherheitsproblem. Wird jedoch langfristig nichts getan, dann können sie durchaus die Statik der Brücke gefährden. Bei dieser Brücke ist dies jedoch nicht der Fall. Die Stabilität des Bauwerks ist weiterhin gewährleistet“, unterstreicht Ingenieur Marc Ries von der Straßenbauverwaltung.

Denn im Rahmen der Sanierung, die in vier Phasen 
erfolgt – Anfang November wurde die zweite Phase in Angriff genommen – werden die Stahlträger durch eine Art von Stahlplatten verstärkt. Der Beton am Bau wird gereinigt und mit frischem Beton ausgebessert. Der Frischbeton kann jedoch nicht bei Frost angebracht werden, gleiches gilt übrigens für den Fahrbelag. „Ist es für diese Arbeiten zu kalt, dann müssen sie entweder vorübergehend unterbrochen werden oder es müssen beheizte Zelte aufgestellt werden“, erklärt Marc Ries.

Neue Doppelleitplanken werden am Brückenrand angebracht

Zurzeit wird in der Mitte der Brücke der alte Fahrbelag, bestehend aus einer Dichtungs-, einer Schutz- und einer Deckschicht, abgetragen, später wird dann ein neuer Rollbelag aufgetragen. Erneuert werden auch die Sicherheitsgitter in der Mitte der Brücke, sie verhindern bei Unfällen, dass Menschen und Fahrzeuge dort von der Brücke stürzen. Und auch die Leitplanken müssen an die neuen Normen angepasst werden. Die alten Leitplanken bleiben erhalten, daneben werden neue Doppelleitplanken fixiert.

Im Sommer 2016 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Der Kostenpunkt der Sanierung beträgt 13 Millionen Euro. Während der Instandsetzungsarbeit wird der Verkehr in beide Richtungen auf zwei Spuren an der Baustelle vorbei geleitet.


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