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Sanierung der Problemsiedlung geht voran
Im Sommer 2018 rückten die Bagger in der Cité Syrdall an.

Sanierung der Problemsiedlung geht voran

Foto: Chris Karaba/LW-Archiv
Im Sommer 2018 rückten die Bagger in der Cité Syrdall an.
Lokales 13.02.2019

Sanierung der Problemsiedlung geht voran

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Der Fonds d'assainissement de la cité Syrdall hat bereits 200 der 220 Wohnungen in Wecker erworben. Der Sanierungsfonds besitzt nun 91 Prozent der gesamten Wohneinheiten.

Seit über drei Jahrzehnten soll die Cité Syrdall entlang des Flusses Syr in Wecker saniert werden. Weil der für diesen Zweck gegründete Fonds d'assainissement de la cité Syrdall bisher jedoch noch nicht alle Terrains und Immobilien abkaufen konnte, ist dies bisweilen noch nicht passiert. In der Zwischenzeit hat sich der Zustand der Gebäude zusehends verschlechtert. Wegen dieses desolaten Zustands schrieb die Wohnanlage in der Gemeinde Biwer in der Vergangenheit denn auch regelmäßig Schlagzeilen.


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Im letzten Sommer rückten dann endlich Bagger an, um die ersten verfallenen Pavillons im Auftrag des Fonds abzureißen. In einer parlamentarischen Anfrage an Wohnungsbauministerin Sam Tanson (Déi Gréng) erkundigt sich der DP-Abgeordnete Gilles Baum nun über den aktuellen Stand beim Erwerb der Landparzellen und der Wohneinheiten durch den staatlichen Fonds sowie die Pläne für eine künftige neue Nutzung des Areals. 

In ihrer Antwort teilt die Ministerin mit, dass ursprünglich die Wohnsiedlung aus 39 Gebäuden mit insgesamt 220 Wohnungen sowie 26 ungenutzten Grundstücken bestand, die allesamt 120 verschiedenen Eigentümern gehörten. Laut "RTL" sollen 21 der 39 Häuser abgerissen werden. 

Zum jetzigen Zeitpunkt habe der Fonds d'assainissement de la cité Syrdall 200 der 220 Wohneinheiten erworben. Dies entspreche 91 Prozent der gesamten Wohneinheiten und 92 Prozent der bebauten Parzellen, so die Ministerin.

Weiter berichtet Sam Tanson, dass dem Fonds momentan von den insgesamt 5,57 Hektar Land bereits 4,44 Hektar gehören. Dies entspricht in etwa 80 Prozent der Gesamtfläche. 2017 und 2018 habe der Fonds von acht verschiedenen Besitzern neun Grundstücke erworben mit einer Gesamtfläche von 2,03 Hektar.

Nur noch sechs Eigentümer

Ein Großteil dieser Erwerbungen sei im vergangenen Jahr getätigt worden. Derzeit seien die Verantwortlichen dabei, noch Verhandlungen mit den sechs verbleibenden Eigentümern zu führen. Seit dem vergangenen Jahr werden Pavillons abgerissen und die Flächen für eine neue Nutzung vorbereitet. Diese Arbeiten werden in diesem Jahr fortgeführt. Und dann teilt die Wohnungsbauministerin mit, dass derzeit ein Einzelbebauungsplan (PAP) für ein Wohnungsbauprojekt ausgearbeitet wird.

Dieses Projekt werde in den nächsten Wochen den zuständigen Behörden zur Bewilligung vorgelegt. Laut diesem Einzelbebauungsplan sollen auf der gesamten Fläche Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser entstehen, die sich architektonisch in das bestehende ländliche Umfeld integrieren.



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