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Safer Internet Day: Mit dem Panda gegen Hassreden
Der Panda ist das diesjährige Maskottchen der Kampagne.

Safer Internet Day: Mit dem Panda gegen Hassreden

Illustration: Bee Secure
Der Panda ist das diesjährige Maskottchen der Kampagne.
Lokales 2 Min. 06.02.2017

Safer Internet Day: Mit dem Panda gegen Hassreden

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Das Internet ist keine Parallelwelt. Mobbing im Internet ist auch im echten Leben verletzend. Eine App soll zeigen, was unternommen werden kann. Ein Panda soll stattdessen dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Hassreden im Internet kommt.

(dho) - Eigentlich trifft jeder, der im Internet in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, täglich auf sie – auf sogenannte Hassredner. In ihren Kommentaren versuchen sie, Personen oder Personengruppen zu beleidigen, herabzusetzen, oder drohen gar mit Gewalt. Aus diesem Grund hat „Bee Secure“, die staatliche Initiative für den sicheren Umgang mit dem Internet, heute die diesjährige Kampagne zum „Safer Internet Day“ unter dem Motto: „Share Respect – Stop online hate speech“ lanciert.

Ausgerechnet ein Panda soll den Menschen den gegenseitigen Respekt im Internet wieder etwas näher bringen. Die Wahl sei auf dieses Maskottchen gefallen, da das Tier viele unterschiedliche Merkmale vereine, so Jeff Kaufmann von „Bee Secure“. Er sei weder schwarz noch weiß, stamme aus Asien und sei etwas pummelig. Dennoch: alle Menschen würden ihn mögen.

Unter dem Hashtag #SID2017 oder #bslux kann der Panda am Dienstag auf Twitter, Instagram und Facebook auf seiner Tour begleitet werden.

Auch im Internet gelten Gesetze

Wer im Internet diskriminierende oder rassistische Inhalte veröffentlicht, zum Terrorismus oder zu Verbrechen aufruft, der verstößt in Luxemburg gegen das Gesetz und macht sich unter Umständen sogar strafbar. Rechtswidrige Inhalte und Kommentare, sowie auch pornografisches Material, können anonym auf der Internetseite von „Bee Secure“ unter „Stopline“ gemeldet werden. Die Mitarbeiter leiten die störenden Inhalte dann an die zuständigen Autoritäten (wie etwa die Polizei oder Partnerhotlines im Ausland) weiter.

Cybermobbing

Andere Kommentare fallen in die Kategorie Cybermobbing. Auch diese Form des Angriffs auf die eigene Person muss nicht einfach hingenommen werden. Gerade Cybermobbing sei besonders schlimm, da es kein Rückzugsgebiet gebe, so Georges Knell vom „Kanner- a Jugendtelefon“. Auch wer das Handy abschaltet, weiß, dass Informationen und Fotos weiter verbreitet werden können und ein sehr breites Publikum erreichen.

Eine Handy-App von „Bee Secure“ soll Betroffenen Ratschläge geben und mittels kleiner Videos zeigen, wie sie sich verhalten können und wo sie Hilfe erhalten. So sind in der App auch die Telefonnummern von Ansprechpartnern wie etwa der „Helpline“ von „Bee Secure“ oder dem „Kanner- a Jugendtelefon“ zu finden.

Wird eine Person im Internet gemobbt, sollten zum Beispiel durch Bildschirmfotos „Screenshots“ Beweise gesichert werden, so die Experten. Sie erinnern auch daran, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei. Cybermobbing erfülle in manchen Fällen gar den Tatbestand einer Straftat und als letzter Schritt könnte so auch die Polizei eingeschaltet werden.

Schulungen für mehr Sicherheit

Ein 100 Prozent sicheres Internet gebe es bisher nicht. Dennoch könnten Kinder wie auch Erwachsene ihre Privatsphäre gut schützen, erklärt Judith Swietlik-Simon von „Bee Secure“. Dazu muss jedoch erst ein Bewusstsein für den Umgang mit dem Internet geschaffen werden.

In etwa 800 Schulungen jährlich erklären die Experten von „Bee Secure“ Kindern, Jugendlichen und deren Eltern oder Lehrpersonal zum Beispiel, dass ein versendetes Handyfoto nicht unbedingt nur eine Sache zwischen zwei Personen ist, sondern dass es auf einem Server gespeichert wird. Auch nach dem Löschen des Bildes auf dem Mobiltelefon bleibt es dort vorhanden.

www.beesecure.lu



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