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Sadiff: Kein Brand in Sicht
Nach den Rettungsdiensten aus Sassenheim und Differdingen werden Ende März auch die Feuerwehren der beiden Gemeinden am Scheierhaff zusammenfinden.

Sadiff: Kein Brand in Sicht

Foto: Chris Karaba
Nach den Rettungsdiensten aus Sassenheim und Differdingen werden Ende März auch die Feuerwehren der beiden Gemeinden am Scheierhaff zusammenfinden.
Lokales 3 Min. 03.03.2018

Sadiff: Kein Brand in Sicht

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Der Weg zur Fusion der Rettungsdienste aus Differdingen und Sassenheim war nicht einfach, aber es war der richtige. So der Tenor während der Generalversammlung des neuen Einsatzzentrums Sadiff.

Sie wurden nur am Rande der Generalversammlung erwähnt, die 17 Zivilschützer des Sadiff, von denen in der Januarsitzung des Sassenheimer Gemeinderates bekannt wurde, dass sie kollektiv den Dienst quittiert hatten.

Zenterchef Thierry Ternes, als er das Jahr 2017 Revue passieren ließ, sprach von einem „schwierigen Weg“, der teils von heftiger Kritik begleitet wurde. Er sei aber davon überzeugt, dass die Zusammenlegung der Einsatzzentren aus Sassenheim und Differdingen „notwendig und richtig“ war.

So bilden seit dem 1. Januar 2018 die Rettungsmannschaften aus Differdingen und Sassenheim nur mehr ein Team. Es wurde das zusammen gebracht, was zusammen gehöre, so Ternes. Es dürfe auch nicht mehr vorkommen, dass im Einsatzzentrum interne Machtkämpfe ausgeübt würden. Nun könne man aber stolz auf das Geleistete sein.

Ende März wird die Differdinger Wehr umziehen.
Ende März wird die Differdinger Wehr umziehen.
Foto: Chris Karaba

Tür bleibt offen

Im Gespräch erklärte er später, dass die Demission der 17 Zivilschützer den Bereitschaftsdienst nicht in Frage stelle. Dies, weil neun von ihnen eh nicht mehr aktiv seien. Er betonte gleichzeitig, dass man immer noch dialogbereit sei und dass diesen Personen, sollten sie es sich anders überlegen, die Tür im Sadiff offen bleibe.

Durch die Fusion sei es zu einer Reihe Veränderungen gekommen. Außerdem haben auch die Vorbereitungen zur Reform der Rettungsdienste viel von den Mitglieder abverlangt. „Beides ist zusammen gekommen“, so Ternes. Es war notwendig sich zu modernisieren, weil sich die Zeiten nun mal geändert haben.


17 Zivilschützer treten aus / Foto: Lucien WOLFF
Sassenheim-Differdingen: 17 Rücktritte im lokalen Einsatzzentrum
17 Rettungshelfer der Gemeinde Sassenheim quittieren kollektiv den Dienst. Grund sind laut Bürgermeister Engel Meinungsverschiedenheiten im lokalen Zivilschutz.

Engel: Eine gute Stimmung

Andere Personen sprachen im Hinblick auf die 17 Demissionen aus Sassenheim von einer Situation, die zu politischen Zwecken im Gemeinderat aufgebauscht wurde. Wie dem auch sei, der Sassenheimer Bürgermeister Georges Engel sprach den 17 Personen seinen Dank für das Geleistete aus. Er sagte aber auch, dass er froh sei, dass die Stimmung auf der Generalversammlung gut sei.

Der Differdinger Bürgermeister, Roberto Traversini, erinnerte daran, dass es vor Jahren auch in Differdingen eine große Opposition gegen die Zusammenlegung mit der Nachbargemeinde gab. Damals wurden 12 000 Unterschriften dagegen gesammelt. Dies aber auch, weil damals die ehrenamtlichen Helfer nicht ernst genommen worden seien. Dies sei heute nicht mehr der Fall, versicherte Traversini.

Der "Mut" der Differdinger Gemeinde

„Nicht viele hatten den Mut, den die Differdinger Gemeinde hatte, ihr Zentrum auf Gebiet einer anderen Gemeinde zu errichten“, sagte er noch. Von Schwierigkeiten zwischen den beiden Feuerwehrkorps war am Freitag während der Generalversammlung in Zolver nichts zu spüren, im Gegenteil.

Leiter des neuen, zusammengelegten Feuerwehrkorps, wird der Differdinger Raymond Moos, der auch für 30 Jahre Mitgliedschaft honoriert wurde. Er kündigte an, dass der Umzug der Differdinger Feuerwehr in das neue, gemeinsame Einsatzzentrum in Zolver am 30. März erfolgen werde.


Raymond Moos - Commandant de la caserne des pompiers de Differdange - Photo : Pierre Matgé
Menschen im Mittelpunkt: Feuerwehrmann 24 Stunden am Tag
Geschichten über schwierige Einsätze kennt Raymond Moos viele. Seit 33 Jahren ist er bei den Rettungskräften aktiv. Eines aber vorweg: Als kleiner Junge hatte er nicht davon geträumt, einmal Feuerwehrmann zu werden.

Auch war zu erfahren, dass das Einsatzzentrum im September mit einem neuen Einsatzwagen mit großer Leiter ausgestattet wird. Der aktuelle ist 22 Jahre alt.

Zuvor hatte Thierry Ternes einen Appell an all jene gerichtet, die gerne Unglücke und die Intervention der Rettungsdienste auf Facebook oder in den Kommentarspalten von Nachrichtenportale kommentieren.

Hier fehle es oft an Respekt den ehrenamtlichen Helfer gegenüber.


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