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Rund um die Oktave: 79 Farben für eine Oktave
Lokales 19.04.2016

Rund um die Oktave: 79 Farben für eine Oktave

Seit 10 Jahren ist Paul Breisch Domorganist.

Rund um die Oktave: 79 Farben für eine Oktave

Seit 10 Jahren ist Paul Breisch Domorganist.
Foto: Chris Karaba
Lokales 19.04.2016

Rund um die Oktave: 79 Farben für eine Oktave

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Lieder wie „Oh Mamm léif Mamm“ sind zu einer Art Nationalhymne der Oktave geworden. Doch wer entscheidet überhaupt über das Musikprogramm?

(dho) - Zwar sind ihre besten Jahre passé, doch faszinieren tut sie durch ihren Klang immer noch: die Orgel der Kathedrale. Sie besteht zum Teil aus Originalstücken der Orgel von 1842. „Ich bin froh, wenn die Orgel die Oktave übersteht“, scherzt Domorganist Paul Breisch. Der letzte Umbau war nämlich vor mehr als 50 Jahren.

Die „Glanzzeit“ der Orgel

Während ihrer „Glanzzeit“ konnten 112 unterschiedliche Klangfarben gespielt werden – was aussagt, wie viele unterschiedliche Trompeten oder Streicher usw. gespielt werden können. Damit hatte die Orgel eines der größten Register Europas. Sie war zu der Zeit mit der zweiten Orgel im alten Teil der Kathedrale (Eingang Rue Notre Dame) verbunden.

Heute ist das nicht mehr der Fall und nicht alle Pfeifen würden noch funktionieren, so Paul Breisch. „Nur“ noch etwa 79 Klangfarben seien möglich, die bei einer feierlichen Komposition alle zum Einsatz kommen können. Beide Orgeln zusammen kommen bei einem Lied eigentlich nicht mehr zum Einsatz. Die Architektur der Kathedrale macht ein Zusammenspiel sehr schwierig. „Wenn ich im neuen Teil der Kathedrale spiele, höre ich die andere Orgel quasi nicht“, erklärt Breisch.

Regelmäßig werden auch noch neue Lieder für die Oktave komponiert. Die meisten Lieder stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das letzte Lied wurde vor etwa drei Jahren komponiert. Dieses Jahr wird Paul Breisch am 1. Mai seine neue Komposition uraufführen.

Lieder für Maria

Während der Oktave handelt die Mehrheit der Lieder von der Muttergottes. „Lieder wie 'Oh Mamm léif Mamm' und 'Léif Mamm ech wees et nët ze soen', werden eigentlich jeden Tag gesungen“, erzählt Paul Breisch. Jeder kennt die Lieder, die zum Mitsingen animieren sollen.

Der Domorganist ist täglich im Einsatz. Er hat für die diesjährige Oktave mehr als zehn neue Musikstücke einstudiert. Bei den Messen, die von den Pfarrverbänden organisiert werden, hilft er auch aus, da nicht alle Organisten die Domorgel perfekt bedienen können. Die einzelnen Pfarrverbände entscheiden jedoch selbst über ihr Musikprogramm.

  • Das nächste Mal werden die beiden Orgeln in einer Messe am Sonntag um 10.30 Uhr während des Pontifikalamts zum Einsatz kommen.



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