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Rümelingen: Neue Bahn für das Grubenmuseum
Lokales 2 Min. 17.06.2016

Rümelingen: Neue Bahn für das Grubenmuseum

Am Freitag wird der neue Zug offiziel eingeweiht.

Rümelingen: Neue Bahn für das Grubenmuseum

Am Freitag wird der neue Zug offiziel eingeweiht.
Foto: Lucien Wolff
Lokales 2 Min. 17.06.2016

Rümelingen: Neue Bahn für das Grubenmuseum

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Ab heute steht den Besuchern des nationalen Grubenmuseums ein neuer Zug zur Verfügung. Das ist aber nicht die einzige Neuigkeit die sich im Grubenmuseum verbirgt.

(LuWo) - Mit 521.000 Besuchern seit der Eröffnung am 4. Mai 1973 gehört das Nationale Grubenmuseum zu den meistbesuchten touristischen Anziehungspunkten der Südregion. Ein Gespräch mit der Geschäftsführerin Aleksandra Gulbicki und dem technisch Verantwortlichen Gilles Wampach.

  • Worauf führen Sie die zunehmende Anziehungskraft des Museums zurück?
Aleksandra Gulbicki, Leiterin des Grubenmuseums.
Aleksandra Gulbicki, Leiterin des Grubenmuseums.
Foto: Tania Feller

Aleksandra Gulbicki: Zwei grundlegende Neuerungen sind maßgeblich an der Attraktivität der Grube „Walert“ beteiligt. Da wäre die Umgestaltung der Empfangshalle zu einer permanenten Ausstellung. Wobei die Reduzierung der Objekte und das Anbringen von didaktischen Texten den Eisenerzabbau besser veranschaulichen.

Der Besucher bekommt das Gefühl, die Geschichte des Bergbaus zu verstehen, noch ehe er in der Grube war. Die fünf Leitgedanken sind: „Luxemburg, ein Geschenk des Eisens“, „Bergbau und Umwelt“ , „Bergbautechnik“, „Arbeit im Stollen“ sowie „Bergleute und ihre Kultur“.

Darüber hinaus ist unser Verwaltungsrat stolz darüber, den Besuchern ab heute einen neuen Grubenzug zur Verfügung zu stellen.

  • Wie kam es zur Anschaffung des neuen Grubenzugs?

Gilles Wampach: Die beiden bestbekannten gelben Grubenbahnen waren seit 2002 in Betrieb und litten an Altersschwäche. Der Dieselantrieb verursachte viel Umweltverschmutzung, und darüber hinaus gab es keine Ersatzteile mehr.

Die neue von den Firmen Schöma respektive Mühlhäuser angelieferte und in der Rümelinger roten Farbe lackierte Grubenbahn verfügt über Akkubetrieb, eine Superbeleuchtung und größere Fenster, ist für die sechs Zugfahrer einfacher zu bedienen und braucht nur wenig Wartung.

  • Wie viele Besucher finden im neuen Grubenzug denn Platz?

Gilles Wampach: Die Personenwagen sind mit 32 Sitzplätzen ausgestattet, und für Rollstuhlfahrer steht eine größere Fläche zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen musste der Lokomotivschuppen von der Werkstatt getrennt werden, was Umbauarbeiten mit sich brachte.

Anlässlich des Tags der Luxemburger Museen durften die Besucher zum ersten Mal in der Geschichte des Grubenmuseums einen Jumbo-Bohrwagen beim Ankerausbau (boulonnage) beobachten.
Anlässlich des Tags der Luxemburger Museen durften die Besucher zum ersten Mal in der Geschichte des Grubenmuseums einen Jumbo-Bohrwagen beim Ankerausbau (boulonnage) beobachten.
Foto: Lucien Wolff
  • Der Zug ist aber nicht die einzige Neuerung, die die Besucher erwartet, nicht wahr?

Gilles Wampach: Nein, es gibt eine weitere Neuerung. Anlässlich des Tags der Luxemburger Museen durften die Besucher vor Kurzem zum ersten Mal in der Geschichte des Nationalen Grubenmuseums einen Jumbo-Bohrwagen beim Ankerausbau (boulonnage) beobachten.

  • Diese Neuerungen zum Saisonbeginn 2016 haben höchstwahrscheinlich einen hohen finanziellen Aufwand bedingt.

Aleksandra Gulbicki: Das stimmt, und in dieser Hinsicht ist die großzügige Unterstützung von drei Hauptsponsoren hervorzuheben. Die Oeuvre nationale de secours Grande-Duchesse Charlotte spendete 390 000 Euro zum Ankauf der Grubenbahn. Das Wirtschaftsministerium, Abteilung für Tourismus, beteiligte sich mit 150 000 Euro am Erwerb und an den Umbauarbeiten.

Die Gemeindeverwaltung Rümelingen genehmigte ihrerseits 150 000 Euro zur Modernisierung der Anlagen. Zum Kostenpunkt der permanenten Ausstellung (32 000 Euro) sei gesagt, dass das Museum diese Arbeiten aus eigenen Mitteln finanzierte.

Am Freitag findet um 17 Uhr im Beisein von Staatssekretärin Francine Closener die offizielle Eröffnung auf dem „Walert“-Gelände an.


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