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Robert-Schuman-Kliniken: Alle Mitarbeiter bis Ende März geimpft
Lokales 36 3 Min. 12.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Robert-Schuman-Kliniken: Alle Mitarbeiter bis Ende März geimpft

Bald schon soll der Kühlschrank mit etwas mehr Impfstoff gefüllt sein.

Robert-Schuman-Kliniken: Alle Mitarbeiter bis Ende März geimpft

Bald schon soll der Kühlschrank mit etwas mehr Impfstoff gefüllt sein.
Foto: Anouk Antony
Lokales 36 3 Min. 12.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Robert-Schuman-Kliniken: Alle Mitarbeiter bis Ende März geimpft

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Alle Mitarbeiter der Hôpitaux Robert Schuman-Gruppe sollen, sofern sie das wollen, bis Ende März gegen Covid-19 geimpft sein.

Der Startschuss für die Corona-Impfungen fand am 28. Dezember in der Victor Hugo Halle in Limpertsberg statt. Insgesamt 1.200 Personen, die im Gesundheits- und Pflegedienst in Krankenhäusern und Alters- und Pflegeheimen arbeiten, erhielten ein Vakzin. Dies, da sie bei der Behandlung und Pflege von Covid-Patienten in vorderster Reihe stehen. Ab dem 6. Januar wurde darüber hinaus mit den Impfungen der Bewohner in den Pflegeheimen begonnen. Insgesamt 6.200 sollen dort in den kommenden Wochen geimpft werden. 

Seit Dienstag gibt es dann eine weitere Etappe im Kampf gegen die Pandemie. Auch in den Krankenhäusern selbst werden die Mitarbeiter nun geimpft. So öffnete das Hôpital Kirchberg am Vormittag seine Türen, um der Presse das hausinterne „Vaccinodrome“ zu zeigen. Bis Ende März, so hofft Hôpitaux Robert Schuman (HRS) Direktor Dr. Claude Schummer, dass jeder, der geimpft werden möchte, auch seine Impfdosis erhalten hat. Das Interesse sei groß. Über die Internetplattform Doctena, über die die Mitarbeiter ihren Termin festlegen müssen, haben sich bereits rund 1.000 Personen eingeschrieben. Zehn der zwölf Tage, an denen geimpft wird, sind bereits ausgebucht. 


Bei einer internen Umfrage, an der die Mitarbeiter der HRS-Gruppe teilnahmen, war zuvor herausgekommen, dass weit über 50 Prozent bereit seien, sich sofort gegen Corona impfen zu lassen. Insgesamt verfügt die HRS-Gruppe, inklusive Rehazenter und Omega 90, über 3.700 Mitarbeiter. 3.510 Impfdosen sind bislang verfügbar, demnach für 1.755 Personen.


„Durch den Lockdown und die anderen sanitären Maßnahmen wie Abstandspflicht, Maskenpflicht und Händehygiene wurde wertvolle Zeit gewonnen“, sagt Dr. Gérard Schockmel. Selbst in stark betroffenen Ländern wie Spanien oder Frankreich werde die nationale Durchseuchungsrate auf lediglich fünf Prozent geschätzt. „Dies kommt der Impfstoffentwicklung zugute.“
Dr. Gérard Schockmel: Fragen und Antworten zum Corona-Impfstoff
Dr. Gérard Schockmel, Infektiologe in den Robert-Schuman-Kliniken, beantwortete am Dienstagabend Fragen aus der Bevölkerung zum Corona-Impfstoff.

Bis zum Dienstagabend werden voraussichtlich 48 Personen geimpft sein. In den beiden ersten Tagen des Impfstarts soll nur die Hälfte der möglichen Kapazitäten durchgenommen werden. Bis zu 96 Mitarbeiter können danach an einem Tag im Krankenhaus geimpft werden. Gerechnet wird damit, dass der ganze Impfprozess im Schnitt 17,5 Minuten dauert. „Dies ist etwas länger als in der Victor Hugo Halle, da hier alle administrativen Prozesse vor Ort durchgeführt werden und nicht zuvor bereits online Daten erhoben werden“, unterstreicht Michel Schütz, Verwaltungsdirektor der HRS-Gruppe. 

Den Anfang bei dem internen Impfprogramm machte am Dienstag, kurz nach 10 Uhr die Gesichtschirurgin Dr. Susanne Koy. Nachdem ihre persönlichen Daten erfasst wurden, zieht sie sich ein Ticket, bevor sie dann zu einer ärztlichen Besprechung in die dafür vorgesehene Kabine gerufen wird. Anschließend geht sie weiter in eine kleine Nebenkabine, wo sie geimpft wird, bevor sie dann in ein Wartezimmer gelangt. Dort wird sie gebeten, 15 Minuten zu warten, ob keine Nebenwirkungen auftreten.


ARCHIV - 04.01.2021, Sachsen, Dresden: Eine Mitarbeiterin des Städtischen Klinikum Dresden hält im Impfzentrum ein Injektionsfläschchen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in den Händen. Für die deutschen Spezialglas-Hersteller wird der Corona-Impfstoff zum Milliardengeschäft - allerdings nicht in Euro, sondern in Bezug auf ihre Fläschchen und Impfdosen. (zu dpa «Fläschchen, Logistik, Kühlschränke: Zulieferer der Corona-Impfungen») Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Professor Claude Muller: Die Impfung ist da - worauf warten wir?
Die Impfung mit dem mRNA-Vakzin birgt wenig Risiken und bietet hohen Schutz gegen die Covid19-Erkrankung. Ein Beitrag von Professor Claude P. Muller.

„Nebenwirkungen durch diesen Impfstoff sind äußerst selten“, erklärt Claude Schummer. Und wenn doch, handle es sich meist um nur leichte Symptome. Vergleichbar mit Erkältungssymptomen. Geimpfte seien bereits zu 54 Prozent gegen das Corona-Virus immun, betont Claude Schummer. Nach der Nachimpfung, 21 Tage später, verspricht der Impfstoffhersteller einen Schutz gegen Covid-19 von über 95 Prozent. 

Impfprozess ist der Gleiche


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Der Impfprozess ist also nicht anders als bei anderen Impfungen. Unterschiedlich und auch aufwendiger ist dagegen die Lagerung des Vakzins. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen treffen die Ladungen von BioNTech/Pfizer in Luxemburg ein. Gelagert wird das Produkt dann im Untergeschoss des Krankenhauses in Kirchberg in einem großen abgeschlossenen Kühlschrank bei minus 79 Grad. Gleich daneben befindet sich ein weiterer Kühlschrank, falls es zu einer Panne kommen würde, sagt Anne Otto, Leiterin der Apotheke der HRS. 

Bevor eine Impfung vorgenommen werden kann, muss das Produkt am Abend davor in einem herkömmlichen Kühlschrank gelagert werden. 30 Minuten vor der Nutzung wird es dann herausgenommen und langsam etliche Male gedreht. Anschließend muss die Dosis innerhalb von sechs Stunden aufgebraucht werden. Doch vertan bekommt man dem Impfstoff bislang problemlos: An Interessenten scheint es nämlich nicht zu fehlen. 

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