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Risse in belgischen Atomreaktoren: Luxemburger Regierung besorgt
Einer der betroffenen Reaktoren liegt im nordbelgischen Doel. Tihange befindet sich zwischen Charleroi und Liège.

Risse in belgischen Atomreaktoren: Luxemburger Regierung besorgt

REUTERS
Einer der betroffenen Reaktoren liegt im nordbelgischen Doel. Tihange befindet sich zwischen Charleroi und Liège.
Lokales 26.02.2015

Risse in belgischen Atomreaktoren: Luxemburger Regierung besorgt

Gesundheitsministerin Mutsch und Umweltministerin Dieschbourg sprechen sich klar gegen ein erneutes Hochfahren der maroden Atomreaktoren von Doel und Tihange aus. An beiden belgischen Anlagen wurden beträchtliche Schäden festgestellt.

(TJ) - Gesundheitsministerin Lydia Mutsch und Umweltministministerin Carole Dieschbourg sprechen sich klar gegen ein erneutes Hochfahren der Atomreaktoren von Doel und Tihange in Belgien aus. An beiden Anlagen wurden beträchtliche Schäden festgestellt.

Betroffen sind jeweils die Druckbehälter aus Stahl. War eingangs von "kleineren" Rissen" die Rede, so hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Risse bis zu 15 Zentimeter lang sind. Moderne Ultraschalltechnik hat das wahre Ausmaß der Schäden ans Licht gebracht. Derzeit sind die Anlagen heruntergefahren und die Brennstäbe lagern in einem Abklingbecken.

Ob diese Risse die Reaktorsicherheit beeinträchtigen, ist derzeit noch unklar. "Zum jetzigen Wissensstand, wäre ein Hochfahren der Anlagen nicht akzeptabel", so die Regierungsmitglieder Mutsch und Dieschbourg in einer Mitteilung.