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Riesling Open : Auf dem Weg zur Königin
 Die neue Rieslingkönigin Jeanne-Marie Wagener (2.v.r.) mit ihren Prinzessinnen.

Riesling Open : Auf dem Weg zur Königin

Foto: Carlo Rinnen
Die neue Rieslingkönigin Jeanne-Marie Wagener (2.v.r.) mit ihren Prinzessinnen.
Lokales 2 Min. 16.09.2016

Riesling Open : Auf dem Weg zur Königin

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Zur Eröffnung des „Riesling Open“ wird Jeanne-Marie Wagener das Amt der amtierenden Rieslingkönigin Laura Demuth übernehmen – eine Aufgabe, der sie mit Begeisterung entgegensieht. Doch auch in puncto Studium wird sie neue Wege gehen.

(nas) -  Im Interview mit dem "Luxemburger Wort" gibt die neue Rieslingkönigin Jeanne-Marie Wagener einige Details über sich selbst, aber auch ihre neue Aufgabe bekannt.

Jeanne-Marie Wagener, morgen werden Sie zur neuen Rieslingkönigin gekrönt. Wie geht es Ihnen kurz vor diesem besonderen Event?

Die Nervosität steigt immer mehr. Dennoch habe ich das Gefühl, dass meine Mutter noch aufgeregter ist als ich selbst. Aber natürlich freue ich mich auf das Fest.

Träumt man als Kind bereits davon, einmal als Königin für die Weine aus der Rieslinggemeinde zu werben?

Nein, eigentlich nicht. Ich war zwar nicht abgeneigt, aber es war nie etwas, das ich unbedingt erzwingen wollte. Heute bin ich aber froh darüber, dass ich das Amt der Prinzessin übernommen habe und morgen zur Nachfolgerin von Laura Demuth gekürt werde. Es ist wirklich eine schöne Aufgabe.

Traditionell wird ein Mädchen aus einer Winzerfamilie für diese Aufgabe auserkoren. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Meine Mutter stammt aus einem Winzerbetrieb und mein Onkel ist Winzer in Ahn. Ich war also stets dem Weinbau verbunden. Zudem haben meine Eltern vor einigen Jahren einen kleinen Betrieb gegründet, so dass ich auch dort die Arbeit vom Weinberg bis zum fertigen Wein kennengelernt habe.

Die angehende Studentin freut sich auf ihre neue Aufgabe.
Die angehende Studentin freut sich auf ihre neue Aufgabe.
Foto: Pierre Matgé

Wie kam es denn dazu, dass Sie Prinzessin wurden?

Wirklich geplant hatte ich das nicht. Irgendwann kamen die Gemeindeverantwortlichen auf mich zu und fragten, ob ich interessiert sei. Natürlich habe ich zugesagt.

Wie bereitet man sich auf diese Aufgabe vor?

Man wächst langsam hinein. Während meiner dreijährigen Amtszeit als Prinzessin konnte ich u. a. auf den unterschiedlichen Veranstaltungen, seien es Weinfeste, Vernissagen oder andere Events, die nötigen Erfahrungen sammeln. Pro Jahr sind das etwa 60 Auftritte.

Gab es in den vergangenen drei Jahren Momente, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Es gibt immer wieder schöne Augenblicke, vor allem auf denFesten. So werden wir jedes Jahr auf das Weinfest im deutschen Saarburg eingeladen, das u. a. durch das Feuerwerk zum Abschluss zu etwas Einzigartigem wird. Natürlich kann es unterwegs auch schon mal vorkommen, dass jemand auf die Schleife des Kleides tritt und man dann erst einmal festhängt.

Wie schwer fällt es, diese Verpflichtung wahrzunehmen, während Ihre Freunde anderen Hobbys nachgehen können?

Natürlich sind wir viel unterwegs und manchmal muss man sich schon organisieren. Aber wenn es einem Spaß macht, ist es egal, wie viel Zeit draufgeht. Es ist einfach eine schöne Aufgabe.

Apropos Spaß haben. Wenn Sie ausgehen, zieht es Sie eher in die Moselregion oder eher in die Hauptstadt?

Beides. Wenn in der Moselregion ein Fest ist, bin ich sicher dabei. Allerdings zieht es mich auch nach Luxemburg-Stadt oder auf Partys in anderen Ortschaften.

Gibt es etwas, was Ihnen in der Moselregion fehlt?

Nein, sicher nicht. Die Gegend ist wunderschön und wir haben die schönsten Feste, auf denen die Stimmung stets hervorragend ist.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade für die „Miseler“ Weine werben?

Ich habe im Juli meinen Abschluss im Echternacher Lyzeum geschafft und werde ab Oktober Bauingenieurwesen in Aachen studieren. In meiner Freizeit reite und zeichne ich sehr gerne und beschäftige mich mit meinem Hund.

Wieso sollen die Menschen an diesem Wochenende in die Rieslinggemeinde kommen?

Weil das „Riesling Open“ mit Sicherheit ein schönes Fest wird, auf dem die Besucher die hervorragenden Weine der Winzer verkosten können und dabei viele Bekannte treffen.


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