Rettungsgasse: Polizei kontrolliert nicht systematisch
(m.r.) - Die Hauptursache für einen Stau ist in vielen Fällen ein Verkehrsunfall. Rettungskräfte können unter diesen Umständen aber nur langsam zum Unfallort gelangen, um die notwendigen Hilfsmaßnahmen zu leisten. Das frühzeitige Bilden einer Rettungsgasse erspart den Einsatzkräften kostbare Zeit, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann. Deshalb ist es bereits bei stockendem Verkehr für Verkehrsteilnehmer obligatorisch, an den Rand des Fahrstreifens auszuweichen, um eine solche Gasse zu bilden.
Das Einhalten der Rettungsgasse wird hierzulande aber nicht systematisch kontrolliert. Dies geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage an den Minister für innere Sicherheit, Etienne Schneider, hervor. Dies liege vor allem daran, dass die Polizeibeamten sich in diesen Situationen meist im Eildienst befinden und andere Prioritäten setzen müssen.
Dies bedeute aber nicht, dass das Einhalten der Rettungsgasse nicht überprüft werde. So ist die Polizei in den vergangenen Wochen vermehrt gegen unerlaubtes Überholen auf dem Seitenstreifen und zwischen den Fahrspuren vorgegangen.
In ihrer Frage betonten die DP-Abgeordneten, Max Hahn und Claude Lamberty, dass in Deutschland sogenannte Dashcams eingesetzt werden, um das Einhalten der Rettungsgasse zu überprüfen. Schneider antwortete allerdings, dass der Einsatz solcher Kameras in Luxemburg derzeit juristisch problematisch sei.