Rettungsdienst in Mertert: Der Osten wächst zusammen
(asc) - Die Feuerwehr aus Grevenmacher und die Feuerwehr- und Rettungshelfer des Einsatzzentrums Mertert-Wasserbillig arbeiten bereits seit zwei Jahren eng zusammen. Seitdem fahren die Einsatzkräfte auch gemeinsame Einsätze.
In Zukunft soll diese Zusammenarbeit noch an Bedeutung gewinnen, da neue Aufgaben auf das Einsatzzentrum in Mertert im Rahmen der Reform der luxemburgischen Rettungsdienste zukommen werden. Die Reform, deren Gesetzesvorlage am 31. Juli 2015 vom Ministerrat angenommen wurde, sieht vor, dass die heute 25 Einsatzzentren des Zivilschutzes, die
dem Innenministerium unterstehen, und die 142 Feuerwehren, die den Gemeinden unterstellt sind, in einem „Etablissement public“ zusammengeführt werden. Die Besetzung und die Finanzierung werden paritätisch vom Staat und den Gemeinden übernommen.
Aus 167 mach 107
Zudem sollen die Rettungsdienste landesweit territorial reorganisiert werden. Mit der Reform sollen die vier Verbunde Norden, Osten, Zentrum und Süden geschaffen werden. Die 142 freiwilligen Feuerwehren und 25 „Protex“-Zentren sollen zu 107 Einsatzzentren fusionieren, unterteilt in fünf Kategorien. Geschaffen werden drei Hauptinterventionszentren, die sogenannten „Centres d'intervention de secours“ der Kategorie 4. Sie werden in Luxemburg-Stadt, Esch/Alzette und auf dem Gebiet der „Nordstad“ entstehen. Diese Zentralen werden von den regionalen Einsatzzentren (Kategorie 3) unterstützt. Zu diesen Zentren der Kategorie 3 wird auch das von den Rettungsdiensten der Gemeinden Mertert und Grevenmacher gebildete Interventionszentrum zählen.
Mertert als Rettungszentrum für den Osten
Das Einsatzzentrum in Mertert wird zudem als Rettungsdienstzentrum für den gesamten Osten des Landes zuständig sein. Die regionalen Einsatzzentren werden ihrerseits auf kommunaler Ebene durch die Rettungskräfte der Zentren der Kategorien 2 bis, 2 und 1 verstärkt.
Um die Räumlichkeiten an die erweiterten Kompetenzen und die steigende Bedeutung des Rettungszentrums anzupassen, wurden in den vergangenen Monaten auch vier neue Garagen für die Einsatzwagen gebaut. Die Unterkünfte wurden am Montag offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Zudem werden zwei Räume der Einsatzzentrale nach den beiden ehemaligen Wehrleitern Nic. Schummer und Paul Bicheler benannt. Mit dem Inkrafttreten der Reform des Rettungswesens wird das Merterter Einsatzzentrum auch in „Centre d'incendie et de secours de l'Est“ umbenannt werden.