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Rettung vor dem Alltagstrott: Wegweiser zur Verklärung des Herrn
Lokales 05.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Rettung vor dem Alltagstrott: Wegweiser zur Verklärung des Herrn

Highlights sind Kraft – und Sinn stiftend!

Rettung vor dem Alltagstrott: Wegweiser zur Verklärung des Herrn

Highlights sind Kraft – und Sinn stiftend!
Foto: Uli Fielitz
Lokales 05.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Rettung vor dem Alltagstrott: Wegweiser zur Verklärung des Herrn

Anne CHEVALIER
Anne CHEVALIER
Es gibt Highlights in meinem Leben und in meinem Glauben, die kann ich nicht vergessen. Diese Momente haben mich vor dem Alltagstrott gerettet, und mich ermutigt zu leben, statt gelebt zu werden, schreibt Marie-Christine Ries.

Es gibt Highlights in meinem Leben und in meinem Glauben, die kann ich nicht vergessen. Da schien auf einmal alles klar und deutlich. Ich verstand plötzlich Zusammenhänge und wäre am liebsten nicht mehr von dem Ort in den Bergen oder in der Kapelle gewichen. Diese Momente haben mich vor dem Alltagstrott gerettet, und mich ermutigt zu leben, statt gelebt zu werden.

Highlights sind Kraft – und Sinn stiftend! Sie verändern den Alltag nicht, der Alltag will gelebt werden, aber sie geben die Gewissheit, Du kannst es schaffen, die Kraft und die Freude werden Dir geschenkt.

Was hat dies mit dem Fest Verklärung zu tun? Für die Apostel war der Alltag mit Jesus einfach nur wunderbar, bis zu dem Moment als Jesus mit ihnen über seine baldige Hinrichtung sprach, und über seine Auferstehung. Da haben sie nichts mehr verstanden: Der Messias muss doch Erfolg haben, es kann nicht anders sein. Die vielen Menschen, die Jesus zuhörten, die Heilungen, die er tat, das konnte doch nicht schlecht sein. Wenn er Gottes Sohn ist, kann er nicht hingerichtet werden, er ist doch mächtiger als die Mächtigen der Welt.

Die Erfahrung der Verklärung Jesu, ihr Highlight auf dem Weg nach Jerusalem, hat ihnen die Sinne dafür geöffnet, dass Gottes Macht anders ist als in ihrer menschlichen Vorstellung. Dass Jesus Gottes Sohn ist und trotzdem den Mächtigen ausgeliefert wird. Aber dass die sich verschenkende Liebe den Tod überwindet und Leben schenkt.

Dieses Highlight hat das Leiden und Sterben nicht banalisiert. Es hat den Glauben gestärkt, dass – egal was geschieht  – uns nichts von der Liebe Gottes trennt.


Marie-Christine Ries, Verantwortliche für die Diakonie im Service de la Pastorale, Verantwortliche des  diözesanen Projektes "Reech-eng-Hand", Erzbistum Luxemburg

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.