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Restaurierung der „Muerbelsmillen“ im Pfaffenthal: Studentenfutter statt Senfkörner
Lokales 2 Min. 24.05.2015

Restaurierung der „Muerbelsmillen“ im Pfaffenthal: Studentenfutter statt Senfkörner

Die alte Mühleneinrichtung wird nach der Restaurierung wieder eingebaut und pädagogischen Zwecken dienen.

Restaurierung der „Muerbelsmillen“ im Pfaffenthal: Studentenfutter statt Senfkörner

Die alte Mühleneinrichtung wird nach der Restaurierung wieder eingebaut und pädagogischen Zwecken dienen.
Foto: Foto: Christophe Weber
Lokales 2 Min. 24.05.2015

Restaurierung der „Muerbelsmillen“ im Pfaffenthal: Studentenfutter statt Senfkörner

Durch die Restaurierung der „Muerbelsmillen“ wird nicht nur die letzte Mühle der Hauptstadt, sondern auch das Viertel Pfaffenthal aufgewertet. Die Arbeiten an den insgesamt drei Gebäuden werden voraussichtlich mit fünf Millionen Euro zu Buche schlagen und im März 2017 abgeschlossen.

(rr) - Durch die Restaurierung der „Muerbelsmillen“ wird nicht nur die letzte Mühle der Hauptstadt, sondern auch das Viertel Pfaffenthal aufgewertet. Die Arbeiten an den insgesamt drei Gebäuden werden voraussichtlich mit fünf Millionen Euro zu Buche schlagen und im März 2017 abgeschlossen.

Einst wurde Senf in der „Muerbelsmillen“ im Pfaffenthal hergestellt, jetzt sollen Studenten, Doktoranden und Professoren hier eine Bleibe erhalten. Der Mühleneinrichtung, die bis 1986 in Betrieb war, kommt nach der Restaurierung eine pädagogische Rolle zu.

Einstimmig hatte der Gemeinderat Luxemburg im Juni 2014 beschlossen, der „Muerbelsmillen“ in Pfaffenthal neues Leben einzuhauchen. In der ehemaligen Senffabrik in der Rue Mohrfels sollen Studentenwohnungen, Büros für das lokale „Syndicat d'intérêts locaux“ und ein pädagogischer Saal entstehen, wobei die Jahrhunderte alten Elemente der Mühle zur Geltung gebracht werden sollen. 

Die Restaurierung der alten Senffabrik in der Rue Mohrfels trägt zur Aufwertung des Stadtviertels Pfaffenthal bei.
Die Restaurierung der alten Senffabrik in der Rue Mohrfels trägt zur Aufwertung des Stadtviertels Pfaffenthal bei.
Foto: Gerry Huberty

Der Standort setzt sich zusammen aus drei Gebäuden: der Mühle, dem Wohnhaus „Flohr“ – nach dem zuletzt dort wohnenden Produktionschef der „Moutarderie de Luxembourg“ benannt – und dem Nebengebäude. Die beiden erstgenannten Gebäude zählen seit Dezember 1987 zum „inventaire supplémentaire des sites et monuments nationaux“.

Restaurierung der Mühle
neinrichtung in den Niederlanden

Das vom Architekten- und Urbanistenbüro „Planet+“ erstellte Projekt sieht in der ehemaligen „Moschterfabrik“ die Erhaltung der Mühleneinrichtungen im Erdgeschoss vor. Diese wurden mittlerweile abgebaut und werden nach ihrer Restaurierung in den Niederlanden wieder eingebaut. Schulklassen soll hier gezeigt werden, wie Kraftübertragung funktioniert. 

In den oberen Stockwerken der Mühle entstehen Studentenzimmer.
In den oberen Stockwerken der Mühle entstehen Studentenzimmer.
Foto: Gerry Huberty

Auf den beiden oberen Stockwerken werden insgesamt 13 Zimmer für Studenten mit Badezimmern und WC, zwei Aufenthaltsräume und zwei Gemeinschaftsküchen entstehen.

Im zweistöckigen barocken Haus „Flohr“ wird eine Wohnung pro Stockwerk für Doktoranden oder Professoren eingerichtet. Im Nebengebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden die technischen Räume, Stellplätze für Fahrräder und Mülltonnen, eine Waschküche und Archivräume untergebracht.

Herausforderungen 
bei den Arbeiten

Als Herausforderungen bei den Arbeiten werden der durch das Mühlenhaus verlaufende unterirdische Alzettekanal und die noch ausstehenden archäologischen Ausgrabungen angesehen.

Die Arbeiten haben im April begonnen und werden voraussichtlich im März 2017 abgeschlossen. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 5 058 333,52 Euro. Ein Teil der Investitionen für die Studentenwohnungen – 70 Prozent – wird vom Staat rückerstattet. Die Stadtverantwortlichen werden zudem beim Kulturministerium einen Zuschuss für das in der ehemaligen Mühle entstehende Museum beantragen.


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