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Restaurant Waldhaff: Neueröffnung frühestens 2021
Lokales 12.02.2020

Restaurant Waldhaff: Neueröffnung frühestens 2021

Seit 2018 stehen die Gebäude des ehemaligen Restaurant "La Sauvageonne" leer.

Restaurant Waldhaff: Neueröffnung frühestens 2021

Seit 2018 stehen die Gebäude des ehemaligen Restaurant "La Sauvageonne" leer.
Foto:Gerry Huberty
Lokales 12.02.2020

Restaurant Waldhaff: Neueröffnung frühestens 2021

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
Seit 2018 stehen die Gebäude leer - der Zustand ist mittlerweile so schlecht, dass eine Generalsanierung erforderlich ist.

Seit Ende 2018 stehen die Gebäude des ehemaligen Restaurant „La Sauvageonne“ leer. Der Schließung vorangegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit über ungenehmigte Baumaßnahmen. Der Vormieter hatte, unter anderem, ohne Baugenehmigung eine Pétanque-Piste und eine Außenterrasse errichtet. Erschwerend kam hinzu, dass das Grundstück sich in einer Natura-2000 Zone befindet. 


Aus Sicht der 
Generalstaatsanwaltschaft
waren die 
baulichen 
Erweiterungen 
des Restaurants 
in Waldhof 
schlicht illegal.
Urteil im Fall "Waldhaff La Sauvageonne": Die Gaststätte muss umgebaut werden
Das Restaurant "Waldhaff La Sauvageonne" darf geöffnet bleiben, die Anlage muss jedoch wieder in den Zustand von vor 2012 gebracht werden. Zudem wurde in zweiter Instanz die Geldstrafe gegen Betreiber und Gaststätte bestätigt.

Da die Gebäude in staatlicher Hand sind, wurde dem damaligen Mieter der Mietvertrag gekündigt. Der folgende, fast zweijährige Leerstand blieb indes nicht ohne Folgen für den Zustand der Baulichkeiten. 

Wie der Minister für Mobilität und Öffentliche Bauten François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Françoise Hetto-Gaasch und Marc Lies zur Zukunft des Café-Restaurant Waldhaff bestätigt, sei das Restaurant bereits bei einer Ortsbesichtigung im Jahr 2019 in einem schlechten Zustand gewesen. Daraufhin habe man das Dach repariert und das Gelände mit Absperrgittern gesichert. 

Generalsanierung erforderlich

Vor einer Wiedervermietung, unabhängig einer erneuten Nutzung als Restaurant, müsste das Gebäude jedoch generalsaniert werden, so der Minister weiter. Etwa müssten die gesamten technischen Installationen des ehemaligen Restaurants ersetzt werden. Auch die Außenhaut des Gebäudes müsste erneuert werden. Für die Sanierungsarbeiten sehe die staatliche Bautenverwaltung eine Dauer von sechs Monaten vor. 

Die größte Hürde vor einer Neuvermietung stellt indes die Lage des Gebäudes dar. Da es sich in einer Natura-2000 Zone und einer Wasserschutzzone befindet, müsste für die anfallenden Abwässer die bestehende Kläranlage an die Größe des Gebäudes angepasst werden. Wie die Sprecherin des Bautenministeriums Dany Frank mitteilt, handelt es sich bei der Kläranlage um eine sogenannte Pflanzenkläranlage, bei der das Schmutzwasser von den Dächern des Gebäudes und dem Parking in einer Rückhaltemulde gesammelt wird. Jene Mulde müsste erneuert werden. 

Dies würde mit einer öffentlichen Ausschreibung und einer anschließenden Auftragsvergabe einhergehen. Aufgrund dieser Hürden schließt Minister François Bausch eine gewerbliche Neueröffnung vor Sommer 2021 aus. 


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