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Reorganisation der Buslinien: Nachbesserungen nicht ausgeschlossen
Lokales 2 Min. 02.06.2015

Reorganisation der Buslinien: Nachbesserungen nicht ausgeschlossen

Die Fahrgäste müssen sich erst an den neuen Linienplan gewöhnen. Städtische Mitarbeiter informieren die Fahrgäste über die Änderungen.

Reorganisation der Buslinien: Nachbesserungen nicht ausgeschlossen

Die Fahrgäste müssen sich erst an den neuen Linienplan gewöhnen. Städtische Mitarbeiter informieren die Fahrgäste über die Änderungen.
Marc Wilwert
Lokales 2 Min. 02.06.2015

Reorganisation der Buslinien: Nachbesserungen nicht ausgeschlossen

Die Reorganisation der Buslinien und Fahrpläne sei positiv umgesetzt worden, sagt Lex Bentner, der Chef des städtischen Busdienstes. Dennoch werde man die Situation genau analysieren, um eventuell nachzubessern.

(ml) - Nach der Einführung der neuen Buslinien in Luxemburg-Stadt verlief auch der zweite Tag positiv, sagt Lex Bentner, der Leiter des haupstädtischen Busdienstes (AVL) dem "Wort". Die Umstellung auf das neue Konzept sei durchwegs gelungen. Alle Linien hätten funktioniert. Die Fahrer seien auf die Umstellung gut vorbereitet gewesen.

Bei den Kunden fällt die Bilanz hingegen gemischt aus. Einige hätten sich im Vorfeld bestens aufklären lassen, andere hätten sich hingegen vielleicht nicht so informiert, wie man dies im Vorfeld einer derartigen Reorganisation tun sollte, stellt Bentner fest. 

Seit zwei Wochen sind "agents municipaux" der Gemeinde Luxemburg vor Ort, um die Passagiere über die Änderungen der AVL-Buslinien zu informieren. Am Dienstag hätten die Nutzer bereits weniger Fragen gestellt als am ersten Tag, so Bentner. Zwei Drittel der Fragen, mit denen die Beamten konfrontiert werden, würden sich auf die RGTR-Busse beziehen, für die die "agents municipaux" nicht zuständig sind.

"Verspätungen nicht größer als zuvor"

Einige kleine Fehler, die sich am Montag eingeschlichen hatten, wie z. B. das Anzeigen von falschen Fahrplänen, seien inzwischen behoben worden. Trotzdem werde man die Situation weiterhin im Auge behalten. Der AVL-Chef gibt zu, dass bei einzelnen Linien Verspätungen nicht ausblieben.

Diese Verspätungen seien jedoch nicht größer gewesen als vorher. Im Gegenteil: Da mit dem Wegfall des "Aldringen" der Boulevard Royal entlastet wurde, sei davon auszugehen, dass die Verzögerungen sogar etwas rückläufig sind. Konkrete Zahlen könne man diesbezüglich derzeit allerdings noch nicht liefern. Erst in ein paar Wochen, wenn man über alle Informationen verfüge, soll in einer zweiten Phase geprüft werden, ob an einzelnen Stellen nachgebessert werden kann. 

Einige Nutzer beklagen sich darüber, dass verschiedene Haltestellen jetzt von weniger Bussen angesteuert werden als zuvor. Dies ist z. B. auf der Höhe der Sozialversicherung der Fall. Bentner schließt nicht aus, dass in Zusammenarbeit mit dem Ministerium nach Lösungen gesucht wird, um mit Hilfe von RGTR-Bussen das Angebot zu verbessern. Des Weiteren sei es nicht möglich den Takt von sämtlichen Linien zu erhöhen, da dies mehr Fahrten im Bereich des Hamilius nach sich ziehen würde.

Kritik am "Spaghetti-Monster"

Insgesamt habe man bei dem neuen Konzept darauf geachtet, dass jeder Nutzer einen Zugang zum öffentlichen Transport hat, der im zehn bis 20 Minuten-Takt liegt. Bentner kann die Kritik an dem neuen bunten Linienplan, der als "Spaghetti-Monster" beschimpft wurde, nur zum Teil verstehen. 

Der neue Plan sei vom Layout her nämlich identisch mit seinem Vorgänger. Beim vorigen Plan seien Kritiken jedoch ausgeblieben. "Vielleicht hat es damit zu tun, dass das neue Diagramm aufgrund der groß angelegten Informationskampagne in der Öffentlichkeit bekannter ist. Falls es nötig sein sollte, sind auch hier Anpassungen nicht auszuschließen," betont der AVL-Chef.



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