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Remerschen: Ertrunkener konnte nicht schwimmen
Lokales 6 22.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Remerschen: Ertrunkener konnte nicht schwimmen

Lokales 6 22.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Remerschen: Ertrunkener konnte nicht schwimmen

Der 16-Jährige, der am Dienstag im Weiher in Remerschen ertrunken ist, konnte nicht schwimmen. Begleiter hatten ihn vor dem Wasser gewarnt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.


(jsf) - Der 16-Jährige, der am Dienstagnachmittag im Weiher in Remerschen ertrunken ist, konnte nicht schwimmen. Das hat der Erste Schöffe der Gemeinde Schengen, Roger Weber, von den Erziehern, die dabei waren, erfahren.

Der Jugendliche aus Malawi war mit rund einem Dutzend anderer Jugendlicher aus einem Flüchtlingsheim in Luxemburg-Stadt da. Ihm sei gesagt worden, nicht ins Wasser zu gehen. Er habe es aber dennoch gemacht. Das Baden an der Stelle geschieht auf eigene Gefahr. Es geht ein paar Meter flach ins Wasser hinein, dann wird es jedoch sehr schnell sehr tief - bis zu vier, fünf Meter. Am Boden gibt es zudem viele Algen, in denen man sich verfangen kann.

Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet

Einer der Erzieher sah plötzlich, so sagt Weber, noch eine Hand aus dem Wasser ragen. Die Betreuer seien sofort in den Weiher gesprungen, hätten den Jugendlichen aber nicht im trüben Wasser gefunden. Gegen 15.30 Uhr ging der Notruf ein.

Taucher des Zivilschutzes waren mit einem Polizeihubschrauber schnell vor Ort. Sie konnten den Jugendlichen jedoch erst nach über einer Stunde Suche finden, sagt Polizeisprecher Patrick Kohl. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an.

Viele Bierflaschen an der Unglücksstelle

Etliche hundert Meter entfernt von der Unglücksstelle gibt es einen Badebereich für Kinder, bei dem Bademeister aufpassen. Einer von ihnen ist Ruggiero Agostino. Er war gestern dort, als eine Frau zu ihm gelaufen kam, und um Hilfe rief. Als Agostino eintraf, war es jedoch schon zu spät. Unter anderem war schon die Feuerwehr vor Ort.

Erst kürzlich war ein Mann in einem öffentlichen Gewässer ertrunken. Am 12. Juli hatten Hobbytaucher im Stausee in der Nähe von Lultzhausen eine Leiche entdeckt und geborgen. Es handelte sich um einen 39-jährigen Obdachlosen.


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