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Relais pour la Vie: Solidarität pur
Lokales 2 Min. 23.03.2019

Relais pour la Vie: Solidarität pur

Laut Dr. Lucienne Thommes muss die Diagnose Krebs heute kein
Todesurteil mehr sein.

Relais pour la Vie: Solidarität pur

Laut Dr. Lucienne Thommes muss die Diagnose Krebs heute kein
Todesurteil mehr sein.
Foto: Claude Piscitelli
Lokales 2 Min. 23.03.2019

Relais pour la Vie: Solidarität pur

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Direktorin Dr. Lucienne Thommes bilanziert die Arbeit der Stiftung und verrät, was die Herausforderungen von heute und morgen sind.

Ziel des Relais pour la Vie am Wochenende in der Coque in Kirchberg ist es, Solidarität mit den Patienten und ihren Angehörigen zu bekunden. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein sind.

Im Jahr 1994 gegründet, arbeitet die Fondation Cancer seither unablässig für die Krebskranken. Eine der Aufgaben der Stiftung besteht darin, den Patienten und deren Angehörigen zu helfen, indem sie gratis Beratungsgespräche für sie anbietet. Krebsforschungsprojekte zu finanzieren, ist ein weiterer Aspekt der Arbeit der Stiftung.


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„25 Jahre Fondation Cancer bedeuten 25 Jahre Arbeit im Sinne der Patienten, für eine bessere Lebensqualität, Prävention und Vorsorge sowie Investitionen in die Forschung“, bilanziert Dr. Lucienne Thommes, seit drei Jahren Direktionsbeauftragte der Stiftung.

Und: „Ideal wäre es, wenn es die Krebsstiftung in 25 Jahren nicht mehr geben müsste. Dies wird nicht der Fall sein. Eine Herausforderung wird die Prise en charge der Patienten sein, besonders was den Preis der Behandlungen betrifft. Auch muss noch viel mehr Lobbying geleistet werden in puncto gesunde Ernährung und Bewegung sowie über die Auswirkungen von Alkohol- und Tabakkonsum informiert werden.“

Länger mit Krebs leben

Viele positive Entwicklungen, das heißt medizinische Fortschritte und daraus resultierende Heilungschancen, haben dazu geführt, dass Krebs heute kein Todesurteil mehr ist, sondern sich in vielen Fällen zu einer chronischen Krankheit entwickelt.

Laut Dr. Lucienne Thommes steigt die Zahl der Menschen, die mit ihrem Krebsleiden alt werden: „Die Lebenserwartung ist höher.“ Und führt als Beispiel Prostatakrebs-Patienten an: „Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie nicht an Krebs, sondern an einer anderen Krankheit sterben.“

Herausforderung Kommunikation

Der Stiftungsdirektorin zufolge bleibt die Kommunikation eine weitere große Herausforderung. Damit meint sie die Verständigung im Familien- und Freundeskreis, im beruflichen Umfeld der Krebspatienten, aber auch mit den Ärzten.

„Kein leichtes Unterfangen ist es, wenn Menschen nach ihrer Krebserkrankung an den Arbeitsplatz zurückkehren. Kollegen und Vorgesetzte können oft nicht mit der Situation umgehen. Mitarbeiter der Fondation Cancer gehen daher vermehrt für Beratungen in die Betriebe“, erklärt Lucienne Thommes.

Die richtigen Worte finden

Auch die Sprache unterliegt einem Wandel, was damit zu tun hat, dass die Diagnose Krebs heute nicht mehr mit einem Todesurteil gleichzusetzen ist.

„Die Begriffe ,Du musst den Krebs bekämpfen’ oder ,Du musst positiv denken’ mag ich überhaupt nicht. Das setzt den Patienten nur unter Druck, womit ihm nicht geholfen ist. Der Patient kann nichts für einen Rückfall, das hängt unter anderem von der Krebsart ab. Positiv denken hilft da auch nicht“, betont Thommes.


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