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Reifen- und Lichtkontrolle: Sicher durch den Winter
Lokales 4 Min. 16.10.2017 Aus unserem online-Archiv

Reifen- und Lichtkontrolle: Sicher durch den Winter

Die richtigen Reifen tragen ihren Teil zur Fahrsicherheit bei.

Reifen- und Lichtkontrolle: Sicher durch den Winter

Die richtigen Reifen tragen ihren Teil zur Fahrsicherheit bei.
Foto: Lex Kleren
Lokales 4 Min. 16.10.2017 Aus unserem online-Archiv

Reifen- und Lichtkontrolle: Sicher durch den Winter

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Der Winter ist in Sicht. Höchste Zeit demnach für Autofahrer ihre Reifen und Lichter kontrollieren zu lassen. Denn wer sich nicht an die Regeln hält, stellt nicht nur eine Gefahr für die Sicherheit dar, er riskiert auch ein Bußgeld.

(SH) - Auch wenn sich das Wetter derzeit noch wenig winterlich zeigt, sollten sich Autofahrer so langsam auf die kalte Jahreszeit einstellen. Denn die passenden Reifen sowie einwandfrei funktionierende Lichter werden in den kommenden Monaten maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Beides wird noch bis Mitte November anlässlich der alljährlichen Reifen- und Lichtkontrolle geprüft.

Insbesondere mit dem Wechsel zu den Winterreifen sollten Autofahrer nicht warten, bis der erste Schnee fällt oder es erstmals friert. Denn dies kann nicht nur im Falle eines Unfalls teuer werden. Seit dem 1. Oktober 2012 herrscht in Luxemburg Winterreifenpflicht, insofern die Straßenverhältnisse dies verlangen. Wer sich nicht daranhält, muss mit einem Bußgeld von 74 Euro rechnen. Wer mit defekten oder Reifen verschiedener Struktur unterwegs ist, muss gar 145 Euro zahlen und einen Abzug von zwei Punkten in Kauf nehmen.

Wer jetzt bereits seine Reifen wechselt, vermeidet also nicht nur im Falle eines plötzlichen Wintereinbruchs ein mögliches Bußgeld, er entgeht auch jenem Rush, der in den Werkstätten herrscht, wenn das Wetter richtig mies ist.

Profil, Alter, Druck

Winterreifen sind mit „M.S.“, „M+S“ oder „M&S“ gekennzeichnet. Dies steht für „Matsch und Schnee“. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen geschützten Begriff. Wer Wert auf die Qualität der Reifen legt, sollte daher auf das alpine Symbol – eine Bergspitze mit Schneeflocke – achten. Reifen, die hiermit gekennzeichnet sind, wurden nämlich auf ihre Wintertauglichkeit getestet.

Um auch bei widrigen Witterungsverhältnissen sicher unterwegs zu sein, bedarf es jedoch nicht nur der richtigen Kennzeichnung, auch Profil, Alter der Reifen und Luftdruck müssen stimmen. „Die gesetzliche Mindesttiefe ist 1,6 Millimeter. Wir raten allerdings, bei den Winter- und Allwetterreifen auf eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern zu achten“, so die „Sécurité Routière“. Denn erst ab einer Tiefe von vier Millimetern greifen die Lamellen in der Lauffläche in den Schnee.

Zudem sollten die Reifen nicht älter als fünf bis maximal sechs Jahre sein, ganz gleich ob sie viel oder wenig gefahren wurden. Der Grund: Die Qualität des Gummis verschlechtert sich mit der Zeit. Hierdurch verlängert sich bei schlechten Straßenverhältnissen nicht nur der Bremsweg, der Seitenhalt kann auch beeinträchtigt werden.

Wer sich nun nicht sicher ist, wie alt seine Reifen sind, kann dies ganz einfach selbst prüfen. „Die vierstellige Zahl hinter der Kennzeichnung DOT auf den Reifenflanken zeigt das Herstellungsdatum an“, erklärt die „Sécurité Routière“. Stehen dort die Zahlen „1815“ bedeutet dies, dass sie in der 18. Woche des Jahres 2015 produziert wurden.

Auch den Luftdruck können Autofahrer ganz einfach innerhalb weniger Minuten selbst kontrollieren. Fast alle Tankstellen verfügen über die hierfür nötigen Maschinen.

Sehen und gesehen werden

Bei der alljährlichen Kontrolle werden ab heute jedoch nicht nur die Reifen geprüft, sondern auch die Beleuchtung. Denn diese trägt nicht nur dazu bei, dass Autofahrer sehen, wo sie hin fahren, sie trägt auch dazu bei, besser von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.

Wichtig ist deshalb nicht nur, dass sämtliche Lichter einwandfrei funktionieren, sie müssen auch optimal eingestellt sein. Denn im Winter ist die Sicht im allgemeinen oft bereits schlecht genug. Sie sollte nicht durch schlecht eingestellte Lichter zusätzlich verschlimmert werden. Wer mit einer defekten Beleuchtung unterwegs ist, riskiert zudem ebenso wie bei unangemessenen Reifen ein Bußgeld von 74 Euro.

Auch Wischerblätter, die saubere Fenster ohne Schlieren hinterlassen, leisten ihres zu einer verbesserten Sicherheit.

Sowohl die Reifen als auch die Beleuchtung werden noch bis Mitte November an den unterschiedlichsten Kontrollpunkten (siehe Kasten) geprüft. Ist mit dem Wagen alles in Ordnung, erhalten die Fahrzeugeigentümer anschließend eine Kontrollbescheinigung.

Verschiedene Kontrollpunkte

Autofahrer können Lichter und Reifen noch bis zum 18. November in allen Werkstätten, an den Kontrollstationen in Sandweiler, Esch/Alzette und Wilwerwiltz sowie beim „Automobile Club“ prüfen lassen.

Wie in den Vorjahren bietet der ACL zudem jeweils von 10 bis 18 Uhr an folgenden Punkten Kontrollen an: heute auf dem Parkplatz des Cactus Remich, morgen beim Shopping-Center Massen in Wemperhardt, am 19. Oktober beim Cactus Mersch, am 24. Oktober beim Cactus Redingen/Attert, am 25. Oktober beim Cactus Echternach, am 26. und 27. Oktober beim Cactus Kayl, am 2. November beim Cactus Hobby Diekirch, am 3. und 6. November beim Cactus Niederkerschen sowie am 10. November beim Knauf in Pommerloch.

Eine "Kontrolle wie früher" bietet zudem das Polizeimuseum an. Diese Kontrollen finden am 16. und 17. Oktober von 14 bis 18 Uhr in den Räumlichkeiten des ACL in Bartringen statt, sowie zwischen dem 18. und 24. Oktober in der "Aal Gendarmeriesgarage" in der Rue Curie in Luxemburg-Stadt, dies zu folgenden Uhrzeiten: vom 18. bis zum 20. Oktober jeweils von 16 bis 19 Uhr, am 21. Oktober von 9 bis 12 Uhr, am 23. und 24. Oktober jeweils von 14 bis 18 Uhr. 

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