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Regen löst Felssturz aus - 30 Tonnen rutschen ab
Lokales 2 04.12.2018

Regen löst Felssturz aus - 30 Tonnen rutschen ab

Erst ist es lange Zeit zu trocken, jetzt auf einmal zu nass: Heftige Niederschläge bringen an einem steilen Moselhang Schiefer zum Absturz. In der Region fällt binnen kurzer Zeit so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Und das geht vermutlich so weiter.

(dpa/lrs) - Starker Regen hat an der deutschen Mosel einen Felshang ins Rutschen gebracht. Rund 30 Tonnen bröseliges Schiefergestein stürzten am Montagabend neben die Bundesstraße 53 zwischen Enkirch und Traben-Trarbach. Einige Felsbrocken landeten auf der Straße. Verletzt wurde niemand. Die Fahrbahn blieb bis in den Dienstag hinein nur einseitig passierbar. Die B53 ist mit einer Länge von etwa 70 Kilometern die Hauptverbindung zwischen Cochem und Bernkastel.

Die Polizei schloss einen weiteren Felssturz nicht aus. An der Gefahrenstelle ragt das Gestein etwa 40 bis 50 Meter senkrecht in die Höhe. Ein zur Sicherung des Hangs angebrachtes Stahlnetz war bei dem Absturz am Montag aus den Verankerungen gerissen worden.

In der Region um Enkirch fielen in den vergangenen Tagen rund 60 Liter Regen auf den Quadratmeter. „Das ist so viel wie sonst im ganzen Monat Dezember üblich“, sagte der Meteorologe Robert Hauser vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Am Mittwoch lassen die Niederschläge spürbar nach. Die Pause währt nur kurz. „Vom Westen her zieht am Donnerstag neuer Regen auf, der sich zu Freitag und Samstag hin intensiviert“, sagte Hauser.

Der nachlassende Regen führt auch zu fallenden Pegelständen an Nahe und Glan. Das Hochwassermeldezentrum in Koblenz geht davon aus, dass der Wasserstand der Nahe in Bad Kreuznach am Dienstag von 4,55 Meter bis zum Mittwochmorgen um bis zu 60 Zentimeter fallen wird. Der Stand der Glan in Odenbach soll um fast einen Meter sinken. Damit geht auch die Hochwassergefahr an beiden Flüssen zurück.