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Referendum: Missverständnis geklärt
Lokales 04.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Referendum: Missverständnis geklärt

Im Kulturzentrum in Leudelingen gingen die Wähler an die Urne.

Referendum: Missverständnis geklärt

Im Kulturzentrum in Leudelingen gingen die Wähler an die Urne.
Foto: Lex Kleren
Lokales 04.06.2019 Aus unserem online-Archiv

Referendum: Missverständnis geklärt

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
Der Präsident des Leudelinger Wahlbüros reagiert auf Kritik seitens der Opposition. Dabei stellt sich heraus: Alles nur ein Missverständnis.

Allmählich wird klar, wie es zu dem Missverständnis beim Resultat der Bürgerbefragung zum Bezirkswechsel in Leudelingen kommen konnte. Der Präsident des Leudelinger Wahlbüros, Michel Rasqué, reagiert auf die Vorwürfe, die in der jüngsten Gemeinderatssitzung (siehe LW von gestern) von Oppositionsrat Lou Linster („Zesumme fir Leideleng“, ZFL) gegenüber dem Wahlbüro erhoben wurden.

In der Sitzung hatte Linster das ihm übermittelte Ergebnis der Bürgerbefragung, demzufolge 59,41 Prozent der Wähler für einen Wechsel vom Bezirk Süden in den Bezirk Zentrum gestimmt haben, als falsch erklärt und stattdessen von 58,5 Prozent gesprochen. In der Folge wollte er klären, wer das Ergebnis berechnet und verkündet hatte. Bürgermeisterin Diane Feipel verwies daraufhin auf das Wahlbüro.

Jahrelange Erfahrung

Rund um den Ratstisch konnte sich keiner erklären, wie es zu der Berechnung von 59,41 Prozent kommen konnte. Bei 1 156 gültigen Stimmzetteln, davon 677 Stimmen für einen Bezirkswechsel und 479 dagegen, sollte der Prozentsatz tatsächlich 58,5 Prozent sein.


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Linsters Kritik am Wahlbüro will Michel Rasqué aber so nicht stehen lassen. „Ich habe am 26. Mai lediglich die absoluten Zahlen verkündet, keinen Prozentsatz genannt. Als ich danach gefragt wurde, habe ich diejenigen Personen aufgefordert, den Prozentsatz selber zu berechnen. Ein anderes Mitglied des Wahlbüros hat anschließend aber den Prozentsatz ausgerechnet und mitgeteilt, dass das Ergebnis 59 Prozent Ja-Stimmen zu 41 Prozent Nein-Stimmen laute. Ich vermute, dass Ratsmitglied Jean-Pierre Roemen (ZFL), der zu dem Zeitpunkt anwesend war, daraus 59,41 Prozent entnahm und diese Zahl anschließend in einem offiziellen Schreiben publizierte“, erklärt der Präsident des Wahlbüros. 

Naheliegende Erklärung

Er habe es nicht nötig, sich angreifen und eines falschen Resultats beschuldigen zu lassen. Immerhin wirke er seit 1984 im Wahlbüro in Leudelingen mit. Es sei zudem nicht das erste Mal, dass die Lokalpartei „Zesumme fir Leideleng“ das Wahlbüro wegen falscher Resultate anfechte. 

 Auf diese Erklärung angesprochen sagt Oppositionsrat Lou Linster: „Es könnte in der Tat eine plausible Erklärung dafür sein, wie die 59,41 Prozent zustande gekommen sind. Ich kann mir sie ansonsten immer noch nicht erklären. Es scheint also, als habe es ein Missverständnis gegeben. Selber nachgerechnet hatten wir den Prozentsatz zu dem Zeitpunkt nicht“, so der Politiker.


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